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Description
Diese erste ethnografische Studie zur internationalen Chaosmagie basiert auf kooperativer Forschung mit einer verschwiegenen Gesellschaft der Magie-Szene. Sie entwickelt den systemisch-praxeologischen Ansatz zur Erforschung religiöser Praxis in Gruppen sowie neue Kategorisierungen für die praxeologische Esoterikforschung. Neue Wege zum Schreiben praxeologischer Religionsgeschichte Infrastrukturen und Wirklichkeitstechniken sozialer Systeme führt Systemtheorie und Praxistheorie zum systemisch-praxeologischen Ansatz zusammen für die Erforschung der performativen Hervorbringung sozialer Wirklichkeit in Gruppen. Über den bisherigen Medienfokus der Esoterikforschung hinaus eröffnet die Studie Analysewerkzeuge für Praxisforschung und das Schreiben von Praxis- und Gegenwartsgeschichte in der Religionswissenschaft und Sozialforschung. Die Studie ist ein Beispiel für religionswissenschaftliche Organisationsanalyse, die aufzeigt, wie eine Gruppe gemeinsame Anliegen findet, die dafür notwendigen Voraussetzungen organisiert und die daraus resultierende Praxis über Generationen hinweg entwickelt.Die umfangreiche Forschung über den Zeitraum von sieben Jahren und über 30 Feldaufenthalten ist die erste ethnographische Untersuchung der internationalen Chaosmagie. Methodologisch stellt sie vor, wie mit dem Ansatz einer kollaborativen, dekolonialen Feldforschung intime Praxis untersucht werden kann. Isis Mrugalla-Kalmbacher ist Wissenschaftliche Mitarbeiter:in am Institut für Religionswissenschaft der Universität Tübingen. Sie ist Mitglied bei der DVRW und dem AK Religionsästhetik, wo sie die Forschungsgruppe Enchanted Epistemes zur religionsästhetischen Forschung gegenwärtiger Esoterik mitgegründet hat. Weitere Mitgliedschaften umfassen ESSWE, IAHR und die SG. Darüber hinaus ist sie in verschiedenen Projekten der Wissenschaftskommunikation aktiv und gehört dem Vorstand von REMID an.



