Full Description
1984 grÃ"ndete die Max-Planck-Gesellschaft ein neues sozialwissenschaftliches Institut, das Max-Planck-Institut fÃ"r Gesellschaftsforschung in Köln, geleitet von Renate Mayntz. Die NeugrÃ"ndung war die Antwort auf ein gescheitertes Experiment, auf das sich die MPG vierzehn Jahre zuvor eingelassen hatte.1970 hatte das Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg seine Arbeit aufgenommen. Seine Direktoren waren Carl Friedrich von Weizsäcker und JÃ"rgen Habermas. Das Institut befasste sich bevorzugt mit politisch brisanten Themen, es galt als links, es politisierte und es polarisierte. Als die Forschungen von Weizsäckers 1980 nicht weitergefÃ"hrt werden sollten, ging ein Aufschrei durch den links-alternativen Teil der Republik. Die Berufung des renommierten Leiters der London School of Economics Ralf Dahrendorf gelang nicht, und der RÃ"cktritt von JÃ"rgen Habermas besiegelte 1981 das endgÃ"ltige Ende des Starnberger Unternehmens.Der Ruf der MPG und ihres Präsidenten Reimar LÃ"st hatte gelitten, die Traditionsgesellschaft stand unter Zugzwang. Das Ende des Starnberger Instituts durfte nicht das Ende der Sozialwissenschaften in der MPG bedeuten. Das neue Institut musste erfolgreich sein und alle Fehler von Starnberg vermeiden. Ariane Leendertz zeichnet die Diskussionen und Entscheidungen nach, die zur Starnberger SchlieÃ



