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基本説明
Reviewed in TLS May 27, 2005.
Description
(Short description)
Bernd Roecks Buch ist eine grundlegende, problemorientierte Einführung in den Umgang mit Kunstwerken als historische Quellen.
(Text)
Geschichtsschreibung ist bis heute weit überwiegend auf schriftliche Überlieferung fixiert. Dass auch Kunstwerke als Quellen befragt werden können, rückt erst langsam in den Blick der Historiker. Dabei sind Kunstwerke seit den Anfängen der Geschichte als Quellen fassbar: Sie sind Objekte magischen Handelns oder Gegenstand religiöser Verehrung. Sie enthalten Hinweise auf vergangene Ereignisse, auf Alltag, politisches Geschehen, soziale Realität und Kultur ihrer Zeit. Sie kosten Geld und haben ökonomische Bedeutung. Sie sind Zeugnisse des historischen Prozesses und ganz und gar Produkte der geschichtlichen Welt.
Dieses Buch geht der besonderen Beziehung zwischen Kunstwerken und historischer Welt nach. An einer Fülle von Beispielen aus der Kunst des späten Mittelalters, der Frühen Neuzeit und der Moderne führt es den Leser ein in das historische, kritisch interpretierende Sehen. Roecks Ausgangspunkt sind die Forschungsansätze in Kunst- und Kulturgeschichte, mit denen Kunstwerke als Geschichtsquellen befragt werden. In zwei großen Teilen beschäftigt er sich mit der Frage, was an historischer Wirklichkeit im Kunstwerk aufgehoben sein kann, und umgekehrt, welche Wirkung Kunstwerke in der geschichtlichen Welt hatten. Das Buch schließt mit Überlegungen zum Verhältnis von geschichtlicher Realität und Realität des Kunstwerks: welche Konsequenzen hat die Geschichtlichkeit des Kunstwerks für seine ästhetische Qualität? Roecks anschaulich geschriebenes, an den visuellen Quellen entlang argumentierendes Buch ist nichts weniger als ein grundlegender Beitrag zur historischen Bildkunde.
(Author portrait)
Bernd Roeck, geboren 1953, ist seit 1999 Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neueren und Neuesten Zeit an der Universität Zürich. Von 1991 bis 1999 war er Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Bonn und von 1996 bis 1999 zugleich Generalsekretär des deutsch-italienischen Kulturzentrums Villa Vigoni.
Zahlreiche Veröffentlichungen zur Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte. 2001 erhielt er den Philip Morris Forschungspreis für Geisteswissenschaften.
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