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- > 20th century (1914-1955/49)
Description
Wie werden politische Aushandlungsprozesse in Parlamenten dokumentiert und öffentlich gemacht? Dieser Frage wird anhand Stenographischer Berichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert nachgegangen. Die Rolle der Stenographie im Parlament: Eine Geschichte der Plenarprotokolle im 19. und 20. Jahrhundert Wie und warum konnten und sollten mündliche Parlamentsdebatten im langen 19. Jahrhundert verschriftlicht werden? Dieser für politische Kultur zentralen Frage geht Hannah Boeddeker anhand der Stenographischen Berichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert nach und beleuchtet damit ein bisher wenig beachtetes Element der Parlamentsgeschichte: die Stenographischen Berichte. Die Studie untersucht die Entstehung, Produktion und Funktionen parlamentarischer Schriftlichkeit im Deutschland des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und rückt Stenographie und Protokollführung als Praktiken politischer Kultur in den Mittelpunkt. Vom Frühkonstitutionalismus bis zum Ende des Kaiserreichs analysiert das Buch, wie mündliche Debatten protokolliert, veröffentlicht und archiviert wurden. Im Zusammenspiel von Schrifttechnik, Akteuren und Institutionen zeigt die Studie, dass das "Schreiben" des Parlaments weit mehr war als bloße Dokumentation: Es strukturierte politische Kommunikation, prägte Deutungshoheiten und machte das Parlament überhaupt erst sichtbar. Hannah Boeddeker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Technischen Universität Braunschweig. Sie studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Hamburg und promovierte dort im Exzellenzcluster "Understanding Written Artefacts" zu den Stenographischen Berichten von deutschen Parlamenten im 19. und frühen 20. Jahrhundert.



