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Description
Menschen haben ihr Leben aus dem Wissen von sich zu führen. Dieses Selbstbewußtsein im elementaren Sinne läßt sich auf keine andere Tatsache zurückführen. In ihm sind aber zahlreiche intelligente Leistungen wie in einem Zentralpunkt miteinander verflochten. Darum kann die Philosophie aus dem Selbstverhältnis eine Perspektive auf viele ihrer Grundprobleme gewinnen, wie Dieter Henrich in seinen Weimarer Vorlesungen deutlich macht. Im Selbstbewußtsein ist ein gegenläufiger Ausgriff einerseits auf Konzeptionen der Welt und andererseits auf eine Selbstinterpretation angelegt. Von dieser Grundlegung aus werden eine Begründung der Ethik sowie eine Verständigung über Subjektivität und Freiheit entwickelt. A. Exposition
I. Subjektivität und die Frage nach dem Ganzen
1. Der Subjektbegriff, Kritik und Perspektive
2. Komplikationen um das Selbstbewusstsein
3. Weltbilder und Selbstverständigung
4. Wissenschaft vom Ganzen?
II. Person und Subjekt in der Dynamik des Lebens
1. Grund und Welt
2. Antizipierte Identität
3. Dimensionen der Dynamik
4. Einsicht als Ereignis
5. Philosophie und Leben
B. Durchführungen
III. Die Entfaltung des sittlichen Bewusstseins
1. Ein Resümee
2. Grundnorm und Identitätsbildung
3. Aporien der Ethikbegründung
4. Selbstsein und sittliches Bewusstsein
5. Die Vertiefung des sittlichen Bewusstseins
6. Bewandtnis des Lebens
IV. Die Subjektivität im Mitsein
1. Transzendentale Grundlegung
2. Subjekte aus Intersubjektivität?
3. Mitsein vor Selbstsein?
4. Ortsbestimmung des Naturalismus
5. Der Leib als Bedingung des Mitseins
6. Sprache und Kultur
7. Individuen in sozialen Ordnungen
8. Die Subjektivität in sozialen Ordnungen
9. Soziale und sittliche Ordnung
10. Wesentliches Mitsein
V. Einheit, Einzelnheit und Freiheit
1. Extrapolierendes Denken
2. Grund und Sinn
3. All-Einheit und endliche Einzelnheit
4. Selbstbewusstsein der Freiheit?
5. Freiheitszuschreibung und Konsequenzprinzip
6. Anlass für die Freiheitszuschreibung?
7. Verhaltensart und Lebensentwurf
8. Lebensentwurf und Vorzugswahl
9. Freiheit und Selbstverständigung
Nachbemerkungen
Nachwort zur Taschenbuchausgabe Geboren am 5. Januar 1927 in Marburg, studierte Dieter Henrich von 1946 bis 1950 in Marburg, Frankfurt und Heidelberg (u.a. bei Hans-Georg Gadamer) Philosophie. Seine Dissertationsschrift aus dem Jahr 1950 trägt den Titel Die Grundlagen der Wissenschaftslehre Max Webers. Nach der Habilitation 1955/56 lehrte Henrich in Berlin, Heidelberg und den USA, bevor er 1981 als Ordinarius für Philosophie an die Ludwig-Maximilians-Universität in München berufen wurde. Seit 1997 war er Honorarprofessor an der Berliner Humboldt-Universität. Dieter Henrich verstarb am 17. Dezember 2022 im Alter von 95 Jahren.



