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Description
Seit jeher orientiert sich die politische Philosophie an Begriffen wie Natur, Recht und Staat, um die Möglichkeit von Gesellschaft wo nicht zwingend, so doch wahrscheinlich zu machen. Dabei geraten kulturelle Praktiken, die Sozialität je von neuem hervorbringen und unterhalten, aus dem Blick. Eine politische Bedeutung erhalten solche kulturellen Praktiken - wie Gabe, Gastfreundschaft und Tischgemeinschaft, wie Feste, Spektakel und Künste - nicht zuletzt dadurch, daß sie Formen des getrennten Zusammenlebens gestalten und den Ort der Teilung angeben, an dem die Frage der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft selbst strittig werden kann. Solche Figuren des Politischen widerstehen einer Politik der Vereinigung von Individuen in einem einzigen Gesellschaftskörper ebenso wie ihrer interessengeleiteten Zusammenfügung durch Gewalt und Vertrag. Figuren des Politischen. Zum Auftakt
Platons Politik der Mahlzeit
Zum Problem der Sklaverei und des Gesindes in der politischen Philosophie am Beispiel von Aristoteles, Locke und Kant
Zum Begriff der Person und zur Theorie des Bildes in Thomas Hobbes' Leviathan
Kants Kritik der Tischgesellschaft und sein Konzept der Hospitalität
Friedrich Schleiermachers Theorie des geselligen Betragens
Nietzsches alimentäre Philosophie
Das rituelle Opfer in Durkheims Religionssoziologie
Heideggers unaufgeführte Tragödie



