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Description
Der Übergang von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit und die Ablösung verschiedener Schriftsysteme bis zu ihrer Perfektion in der alphabetischen Schrift der Griechen bedeutet mehr als einen technologischen Wandel der Kommunikationsmedien. Die Abstraktionsleistung, die zur Erfindung der Schrift, besonders der phonetischen, nötig ist, hat bestimmte soziale Voraussetzungen. Umgekehrt beschleunigt der tägliche Gebrauch der Schrift soziale Veränderungen, da der Kopf von der Mühe des Gedächtnisses befreit und für konzeptuelles Denken frei wird. Von den kulturellen Einbußen und Gewinnen, die die Vollendung der Schriftlichkeit mit sich bringt, ist die europäische Zivilisation geprägt: den Verlust an Unmittelbarkeit bei der Ablösung der mündlichen Rede durch die schriftliche Aufzeichnung hat bereits Plato beklagt; das Bewahren und damit Veralten der fixierten Texte läßt jedoch zugleich ein kritisches Bewußtsein entstehen und bezeichnet den Beginn der geschichtlichen Erfahrung, die das Vergangene vom Gegenwärtigen zu scheiden weiß.
Schlaffer, Heinz: Einleitung. Goody, Jack: Funktionen der Schrift in traditionalen Gesellschaften. Goody, Jack: _. Watt, Ian: Konsequenzen der Literalität. Gough, Kathleen: Implikationen der Literalität im traditionalen China und Indien. Jack Goody is Emeritus Professor of Social Anthropology in the University of Cambridge and a Fellow of St John's College. Recently knighted by Her Majesty The Queen for services to anthropology, Professor Goody has researched and taught all over the world, is a Fellow of the British Academy and in 1980 was made a Foreign Honorary Member of the American Academy of Arts and Sciences.


