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Description
Duschen, Radio an, Espressokanne auf den Herd, Kinder in die Kita, ab in die U-Bahn: Alle diese Handlungen, die wir für selbstverständlich halten, wären ohne komplexe Infrastruktur nicht möglich. Ähnliches gilt für Gesundheitsversorgung und Bildung, die ohne staatliche Investitionen in Gebäude und Personal nicht funktionieren würden. Doch in den vergangenen Jahrzehnten wurden in ganz Europa immer mehr Krankenhäuser, Schulen, Bahnstrecken oder gleich ganze Verkehrsnetze privatisiert und so der Profitlogik unterworfen - mit bisweilen dramatischen Folgen.
Inzwischen wächst der Widerstand; in vielen Ländern formieren sich Bewegungen für eine Rekommunalisierung z. B. der Wasserversorgung. Was wir brauchen, so die Autorinnen und Autoren, ist eine neue, progressive Infrastrukturpolitik. Wir müssen die Ökonomie wieder als etwas begreifen, das zuallererst dem guten Leben der Bürgerinnen und Bürger verpflichtet ist.
Vorwort zur deutschen AusgabeEinleitung: Auf die Fundamente kommt es an
Die (Wieder-)Entdeckung des Fundamentalen
Die morgendliche Routine
Eine monolithische Wirtschaft: BIP und wissensintensive unternehmensnahe Dienstleistungen
Die Mannigfaltigkeit anerkennen: Das Konzept der Fundamentalökonomie
Eine kurze Geschichte der Fundamentalökonomie
Die Zertrümmerung der Fundamente
Die Spur des Geldes
Sorglose Privatisierung und Auslagerung
Gehebelte Macht und die Werkzeuge des Financial Engineering
Begutachtung der Schäden
Vom Financial Engineering zum moralischen Zweck
Die Verfassung der Fundamentalökonomie
Die Rechte und Pflichten der Bürger
Die moralische Basis fundamentaler Dienste
Die räumlichen Grenzen der Fundamentalökonomie
Unternehmensbürger
Ein moralisches und politisches Unterfangen
Die Erneuerung der Fundamente
Ein tückisches Problem
Progressives Denken und konservative Versuchungen
Vier radikale Verschiebungen
Das fundamentalökonomische Experiment beginnen
Anhang
Bibliografie
Das Foundational Economy Collective ist eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus mehreren (hauptsächlich) europäischen Ländern.
Stephan Gebauer arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren als freier Übersetzer. Für Suhrkamp/Insel übersetzte er unter anderem Werke von Paul Mason, Quinn Slobodian, Branko Milanovic und Sebastian Smees Kunst und Rivalität ins Deutsche.Wolfgang Streeck, geboren 1946, war bis 2014 Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Academia Europaea, Korrespondierendes Mitglied der British Academy sowie Honorary Fellow der Society for the Advancement of Socio-Economics. Sein Buch Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus war 2013 für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch/Essayistik nominiert und wurde bislang in 17 Sprachen übersetzt.
»Anregend und hochaktuell.« Emanuel Herold taz. die tageszeitung 20200404


