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Description
(Text)
Seit fast 40 Jahren arbeitet Oswald Wiener an einer denkpsychologischen Theorie der menschlichen Intelligenz. Als empirische Grundlage dient ihm dabei die Methode der Selbstbeobachtung, die, entgegen dem behavioristischen Verdikt, gestützt auf einen operationalen Strukturbegriff, reproduzier- und validierbare Beobachtungen ermöglicht. Im letzten Jahrzehnt hat sich um Wiener eine Arbeitsgruppe gebildet, deren aktuellen Diskussionstand dieses Buch anhand einschlägiger (Selbst-)Versuche dokumentiert. Nach einer historischen Einleitung und einem Aufsatz zu den elementaren Tatsachen der Selbstbeobachtung eröffnet sich hier ein Feld, das gerade in Zeiten des Scheiterns statistischer Allmachtsphantasien in den Sozialwissenschaften besonderes Interesse verdient.
(Table of content)
Einleitung
- Selbstbeobachtung. Wozu und, wenn ja, welche? Eine Einleitung zur Denkpsychologie Oswald Wieners. Thomas Raab
Grundlagen
- Glossar: Weiser. Oswald Wiener
- Glossar: figurativ. Oswald Wiener
- Zur Affekttheorie. Thomas Raab
Fallstudien
- Geometrie und Lernen | Introspektive Aspekte des Operativen und Figurativen in Bezug zur Laufumgebung. Michael Schwarz
- Topologie | Konstruktion einer Kreuzfaltung: Selbstbeobachtung zum lebendigen Denken. Cornell Schreiber
- Vermessung | Selbstbeobachtung zu einem Diktum von Helmholtz. Thomas Raab
- Arithmetik | Orientierungsaufbau in einem ungewohnten Zahlenraum. Benjamin Angerer
- Musik | Der verwaiste Ohrwurm. Über das Herausangeln von musikalischen Umgebungen aus dem Gedächtnis. Johannes Ullmaier
- Literatur | Selbstbeobachtung und Sprachverstehen. Beim Hersagen eines Gedichts von Paul Celan. Thomas Eder
- Elementares Vorstellen | Vorstellen als räumlich-zeitliches Konstruieren - Vorschlag zu einem Perspektivwechsel. Stefan Schneider
Geschichte
- Wendepunkte in der historischen Debatte um die experimentelle Selbstbeobachtung. Michael Schwarz
Anhang
Aufgaben. Oswald Wiener u. Michael Schwarz
Literatur
Glossar. Thomas Raab
Sachindex
Autoren
(Review)
»Anspruchsvoll und vielschichtig.« David Zettler kolik. Zeitschrift für Literatur
(Author portrait)
Eder, ThomasThomas Eder, geboren 1968, lehrt am Institut für Germanistik der Universität Wien.
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