Description
Der Workshop "Ziviler Ungehorsam im demokratischen Verfassungsstaat" auf der Welttagung der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie in Seoul 2024 bietet eine aktuelle und systematische Standortbestimmung zu einem der umstrittensten Themen moderner Demokratie. Aus rechtsphilosophischer, rechtsvergleichender und dogmatischer Perspektive analysieren führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Spannungsfeld zwischen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Legalität und Legitimität.
Die Autorinnen und Autoren diskutieren Grundlagen, Bedingungen und Grenzen Zivilen Ungehorsams, beleuchten das Verhältnis zu Widerstandsrechten und nehmen unterschiedliche nationale Rechtsordnungen - darunter Korea und die Schweiz - in den Blick. In den hier versammelten Texten werden darüber hinaus auch neue Phänomene wie etwa Ziviler Ungehorsam "von oben" in populistischen Kontexten beleuchtet. Die Beiträge bereichern die wissenschaftliche Debatte und liefern Impulse für die rechtspolitische Diskussion.
Ulfrid Neumann ist emeritierter Ordinarius für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Frank Saliger ist Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtsphilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er forscht zum Wirtschafts- und Unternehmensstrafrecht, darunter dem Betrug, der Untreue und den Korruptionsdelikten, zum Medizinstrafrecht, zum Umweltstrafrecht und zur Rechtsphilosophie, insbesondere der Rechtsphilosophie Gustav Radbruchs.


