Description
Das Feuilleton ist ein einzigartiges Phänomen der modernen Pressegeschichte. Es hat sich im 19. Jahrhundert nach französischem Vorbild etabliert und wurde - ausgehend von der klassischen Zeitung - im frühen 21. Jahrhundert längst auch in neueren Medien produktiv: Das Handbuch beleuchtet das Feuilleton als diskursiven Ort für ästhetische und gesellschaftliche Debatten sowie seine spezifische Schreibweise zwischen Journalismus und Literatur. Es erläutert Grundlagenbegriffe sowie charakteristische Praktiken und Medien des Feuilletons, typische Themen und Diskurse sowie spezifische Formate wie Rezension oder Nachruf. Außerdem bietet das Handbuch - das erste seiner Art seit 70 Jahren - einen Überblick über die historische Entwicklung des Feuilletonjournalismus und betrachtet exemplarische Äquivalente in anderen Kulturräumen (England / USA, Frankreich, Spanien/Hispanoamerika, Italien, Russland, Tschechien). Ein Lagebericht zum Status der Feuilletonforschung und zur Erschließung von Feuilletonquellen durch Zeitungssammlungen, Digitalisierung und Bibliografien rundet das Handbuch ab.
Autorinnen und Autoren / Herausgeberinnen und Herausgeber.- Vorwort.- I. Grundlagen und Begriffe.- 1 Das Feuilleton als Gattung und Schreibweise.- 2 Das Feuilleton als Ressort.- 3 Das Feuilleton zwischen Journalismus und Literatur.- II. Praktiken und Medien.- 4 Berufsbilder und Tätigkeiten.- 5 Zeitung/Zeitschrift.- 6 Radio.- 7 Fernsehen.- 8 Internet.- 9 Transmediales Feuilleton.- III. Themen und Diskurse.- 10 Feuilleton und Kultur.- 11 Feuilleton und Politik.- 12 Feuilleton und Wissenschaft.- 13 Feuilleton und Pop.- 14 Feuilleton und Boulevard.- 15 Feuilleton und Lokales.- 16 Feuilleton und Reise.- 17 Feuilleton und Gender.- 18 Feuilleton und Lifestyle.- IV. Formen und Gattungen im Ressort Feuilleton.- 19 Debatte und Polemik.- 20 Essay.- 21 Gedicht.- 22 Glosse.- 23 Interview.- 24 Kolumne.- 25 Korrespondenzbericht/-brief.- 26 Nachricht und Bericht.- 27 Offener Brief.- 28 Porträt und Nachruf.- 29 Presseschau.- 30 Ranking.- 31 Reportage.- 32 Rezension.- 33 Roman und Erzählung.- 34 Rundfrage.- 35 Spaziergang.- 36 Zeichnung und Fotografie.- V. Geschichte des Feuilletons.- 37 Das Feuilleton von den Anfängen bis zur Gründerzeit.- 38 Das Feuilleton von 1900 bis 1918.- 39 Das Feuilleton in der Zwischenkriegszeit.- 40 Das Feuilleton in der NS-Zeit und im Exil.- 41 Das Feuilleton nach 1945.- VI. Internationales Feuilleton.- 42 Angloamerikanisches Feuilleton.- 43 Das Feuilleton in Frankreich.- 44 Das Feuilleton in Italien.- 45 Das Feuilleton in Spanien und Hispanoamerika.- 46 Russisches Feuilleton.- 47 Tschechisches Feuilleton.- 48 Jüdisches Feuilleton.- VII. Feuilletonforschung.- 49 Das Feuilleton als Forschungsfeld.- 50 Quellen, Erschließung, Edition.- Personenverzeichnis.
Hildegard Kernmayer ist Assoziierte Professorin am Institut für Germanistik der Universität Graz.
Michael Pilz ist Assoziierter Professor am Institut für Germanistik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck.
Marc Reichwein ist Redakteur im Feuilleton, DIE WELT, Berlin.
Erhard Schütz ist Professor em. für Neuere deutsche Literatur der Humboldt-Universität Berlin.



