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Description
(Text)
Das Buch von Werner Beierwaltes, das die beeindruckende Reihe seiner Studien zum Neuplatonismus fortsetzt, thematisiert eine Verbindung, die für die Geistesgeschichte Europas seit der Spätantike von grundlegender Bedeutung gewesen ist. Für die Legitimität dieser Verbindung von Platonismus und Christentum gibt es keinen von außen herangetragenen Maßstab, etwa von einer positivistisch verstandenen Offenbarung her. Beierwaltes macht darauf aufmerksam, dass man nicht glauben kann, ohne immer schon zu interpretieren, was man glaubt, und dass Wahrheit (auch wenn sie sich auf Offenbarung beruft) ausweisbar sein muss. Durch die Verschmelzung der Horizonte platonischen und christlichen Denkens verändert sich der Begriff des Absoluten in einer Weise, die noch Hegel und Schelling befruchtet. In der durch die Geschichte des philosophischen und theologischen Denkens bezeugten Fruchtbarkeit dieser Horizontverschmelzung sieht der Autor den eigentlichen Legitimitätsausweis für Platonismus im Christ entum. Sein Buch zeigt dem nachdenklichen Leser auf eindrucksvolle Weise, wie sehr sich Denken und Glauben gegenseitig zu befruchten vermögen. Beierwaltes arbeitet (mit durch historische Forschung geschärftem Bewusstsein für Differenzen) an der Erneuerung der Konkordanz von Philosophie und Theologie. Er könnte damit das Selbstverständnis unserer auf Antike und Christentum basierenden Kultur verändern.
(Author portrait)
Werner Beierwaltes, Dr. phil., geb. 1931, war Professor für Philosophie an den Universitäten Münster, Freiburg und München.



