リルケ全集校訂版(全4巻+補巻)<br>Werke, Kommentierte Ausgabe, 4 Bde. u. Supplementbd. (2003. Getr. Pag. 21 cm)

リルケ全集校訂版(全4巻+補巻)
Werke, Kommentierte Ausgabe, 4 Bde. u. Supplementbd. (2003. Getr. Pag. 21 cm)

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  • ページ数 4 Bde. 4,000 S.
  • 商品コード 9783458066972

基本説明

Enthält erstmals in chronologischer Folge alle vollendete Gedichte, die Widmungsgedichte und eine Auswahl der Gedichtentwürfe; Erzählungen und Dramen. Herausgegeben von Manfred Engel, Ulrich Fülleborn, Horst Nalewski und August Stahl.

Description


(Text)
Kommentierte Ausgabe in vier Bänden mit einem Supplementband
Die kommentierte Ausgabe in vier Bänden wird mit diesem Supplementband um Rilkes in französischer Sprache geschriebene Gedichte erweitert, ein Teil des Rilkeschen Oeuvre, der bisher weder bei Lesern noch bei Forschern die Aufmerksamkeit erfahren hat, die er verdient: Fast 400 der 434 hier versammelten Gedichte gehören zur spätesten Werkphase, die mit den Sonetten an Orpheus (1922) beginnt und mit dem Tod des Dichters (1926) endet; sie sind also das Werk eines virtuosen und reifen Autors, der sich, auf dem Höhepunkt des Schaffens, ein neues sprachliches Ausdrucksfeld erschließt. In Modernität und poetischer Kühnheit stehen sie den zeitgleich in deutscher Sprache entstandenen Texten in nichts nach. Ihr bestimmendes Thema ist das von Rilkes Werk überhaupt: Vergehen und Tod. Die Gedichte sprechen von der Landschaft im Wandel der Jahreszeiten, von den Blumen und Bäumen des Wallis und dabei direkt oder indirekt auch von der Erfahrung der eigenen Endlichkeit.
In der Weimarer Republik und im Dritten Reich galt Rilke seiner französischen Dichtungen wegen bei nicht wenigen deutschen Lesern noch als Vaterlandsverräter. Heute, da wir um die Wichtigkeit interkultureller Vermittlung wissen, liegt uns das Urteil des französischen Dichters Paul Valery näher, der Rilke einen "wesentlich europäischen Menschen" nannte: "Nichts ist wertvoller als Vertreter dieser seltenen Gattung, in denen man die ersten Repräsentanten eines zukünftigen Zeitalters erblicken darf."
Um dem Leser den Zugang zu Rilkes französischen Gedichten zu erleichtern, sind der Ausgabe deutsche Prosaübertragungen beigegeben, die die Originale in keiner Weise ersetzen oder überflüssig machen sollen. Sie sind keine Nachdichtungen, sie wollen vielmehr die Eigenheiten des französischen Textes möglichst exakt nachbilden, um so zum genauen Verständnis des Originals zu verhelfen und zugleich etwas von dessen zweisprachlicher Prägung zu bewahren.
Die chronologische Anordnung der nicht in Sammlungen aufgenommenen Gedichte macht es erstmals möglich, die Entwicklung von Rilkes französischer Lyrik und ihr Ausdrucksspektrum zu erkennen. Durch eine umfangreiche Einleitung der Herausgeber, durch Überblickskommentare zu Zyklen und wichtigen Gedichten und durch die Erläuterung von sprachlich wie gehaltlich schwierigen Einzelstellen wird Rilkes französische Lyrik in dieser Ausgabe erstmals erschlossen
(Author portrait)
Rainer M. Rilke (1875-1926), der Prager Beamtensohn, wurde nach einer erzwungenen Militärerziehung 1896 Student, zuerst in Prag, dann in München und Berlin, weniger studierend als dichtend. Die kurze Ehe mit der Bildhauerin Clara Westhoff in Worpswede löste er 1902 auf. Er bereiste darauf Italien, Skandinavien und Frankreich. In Paris schloß er Bekanntschaft mit Rodin und wurde dessen Privatsekretär. Bereits nach acht Monaten kam es zum Bruch. Es folgten unstete Jahre des Reisens mit Stationen in verschiedenen Städten Europas. Nach seinem Entschluß zur Berufslosigkeit und zu einem reinen Dichterdasein war Rilke zu jedem Verzicht bereit, wenn es dem Werk galt. Er opferte sein Leben seiner Kunst und gewann Unsterblichkeit, indem er unerreichte Sprach- und Kunstwerke schuf.
Im Ersten Weltkrieg war er zur österreichischen Armee eingezogen, wurde aber aufgrund seiner kränklichen Konstitution in das Wiener Kriegsarchiv versetzt. Rilke starb nach langer Krankheit in Val Mont bei Montreux.