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Description
Die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth feiern im Sommer 2026 ihr 150-jähriges Jubiläum. Der Grüne Hügel war von Anfang an ein Ort, an dem sich Kunst, Politik und Religion auf recht schillernde Art und Weise begegneten. Bayreuth ist ein Spiegel der deutschen Geschichte. Der Komponist Wagner wollte mit den Festspielen nicht nur dem Revolutionsgeist seiner Zeit eine theatrale Legitimation verschaffen, er propagierte zugleich eine "Kunstreligion", die allerdings mit dem christlichen Glauben recht wenig zu tun hat. Wie stark trägt die Bayreuther Hochkultur samt ihrer sakralen Aura vor allem im Parsifal auch blasphemische und häretische Züge? Wie stellen sich Kirche und Theologie zu diesen Fragen? Zeit für eine (kunst)religiöse Bestandsaufnahme, die in diesem Essay von einem ausgewiesenen Kenner geleistet wird, der in der Geschichtswissenschaft ebenso gut wie in der Theologie beheimatet ist. Dr. Bernd Buchner, geb. 1968 in Kulmbach, studierte Geschichte, Journalistik, Anglistik und katholische Theologie in Gießen und Bordeaux. Er promovierte über nationale Symbole in der Weimarer Republik. Nach Tätigkeiten bei Zeitungen, Agenturen und Onlinemedien ist er heute Redakteur beim Heinrichsblatt in Bamberg. Buchner veröffentlichte zahlreiche zeithistorische und musikwissenschaftliche Arbeiten, zuletzt Wagners Welttheater.



