Description
(Short description)
Der Autor gibt als Erster eine ganzheitliche Antwort auf die Frage, ob der Vormerkungsberechtigte den Anspruch aus 888 Abs. 1 BGB monetarisieren kann, anstatt ihn durchzusetzen. Die Anwendung lässt sich dadurch konstruieren, dass man im Schadensersatzverlangen eine Genehmigung der vormerkungswidrigen Verfügung sieht. Der Schadensersatzanspruch passt aber nicht zu der Interessenlage, welche dem Verhältnis zwischen dem Vormerkungsberechtigten und dem Dritterwerber zugrunde liegt.
(Text)
Der BGH hat die Frage nach der Anwendung des Schadensersatzanspruches statt der Leistung auf die Eigentumsvormerkung aufgeworfen. Kann der Vormerkungsberechtigte den Anspruch aus 888 Abs. 1 BGB monetarisieren, anstatt ihn durchzusetzen? Der Autor gibt als Erster eine ganzheitliche Antwort auf diese Frage. Die Anwendung lässt sich dadurch konstruieren, dass man im Schadensersatzverlangen des Vormerkungsberechtigten eine Genehmigung der vormerkungswidrigen Verfügung sieht. Der Schadensersatzanspruch statt der Leistung passt aber nicht zu der Interessenlage, welche dem Verhältnis zwischen dem Vormerkungsberechtigten und dem Dritterwerber zugrunde liegt. Der Autor trifft bei der Beantwortung der vom BGH aufgeworfenen Frage zudem eine Reihe weiterer Feststellungen, etwa zur Anwendung von schuldrechtlichen Vorschriften auf dingliche Ansprüche, zu den Rechtswirkungen der Vormerkung oder zur Anwendbarkeit von Vorschriften des Eigentümer-Besitzer-Verhältnisses.
(Table of content)
1. Schadensersatzanspruch statt der Leistung aus 989 BGB oder aus 990 Abs. 2 BGB i. V. m. 280 Abs. 1, Abs. 3, 281 BGB2. Schadensersatzanspruch statt der Leistung aus 280 Abs. 1, Abs. 3, 281 BGB3. Entgegenstehende Vorschriften und Wertungen des Eigentümer-Besitzer-Verhältnisses4. Entgegenstehender rechtlicher Charakter des Anspruches aus 888 Abs. 1 BGB5. Abschließende Interessenbewertung6. Zusammenfassung der Ergebnisse in Thesen
(Text)
»Compensation Instead of Priority Notice? The (In)Applicability of the Claim for Compensation Instead of Performance ( 280 para. 1, para. 3, 281 German Civil Code) to the Consent Claim of the Person Entitled to Priority Notice Against the Third-Party Acquirer ( 888 para. 1 German Civil Code)«: The author offers an answer to the question of whether the person entitled to priority notice can monetize the claim under 888 para. 1 German Civil Code instead of enforcing it. The application can be constructed by treating the demand for compensation as an approval of the disposition contrary to the priority notice. However, the claim for compensation does not match the interests underlying the legal relationship between the person entitled to priority notice and the third-party acquirer.
(Author portrait)
Marian Thelemann studied law at Friedrich Schiller University Jena, Germany, from 2012 to 2017, specializing in commercial law. He then completed postgraduate studies with a focus on antitrust and tax law as well as business informatics (degree: LL.M. oec.). From 2018 to 2021 he worked as a research assistant at the chair of Prof. Dr. Christian Fischer in Jena. Between 2021 and 2023, he completed his legal clerkship at the district court of Rostock, Germany. He then worked for a commercial law firm in real estate law and for a notary public. In July 2025, he became notary assessor at the chamber of notaries of Mecklenburg-Vorpommern.



