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Description
(Short description)
Unter den Russlanddeutschen nehmen die Wolgadeutschen eine Sonderstellung ein, bedingt durch ihre frühe Kolonisationstätigkeit, ihre autonome Republik und literarische Meilensteine. Doch handelt es sich hierbei um Literatur im schöngeistigen Wortsinn? Und wie ist diese russlanddeutsche Literatur zu definieren? Im Tagungsband werden weitgehend unbekannte Themen, Persönlichkeiten, kanonische Werke sowie Zeiträume und Existenzbedingungen eines scheinbar eigenständigen Literaturbetriebs vorgestellt.
(Text)
Unter den sogenannten Russlanddeutschen nehmen die Deutschen an der Wolga eine Sonderstellung ein, bedingt durch ihre frühe Kolonisationstätigkeit auf Einladung von Katharina der Großen (ab 1764), durch die Zubilligung einer autonomen Republik vonseiten der Bolschewiki (1918/24-1941) sowie durch die Meilensteine ihres literarischen Schaffens. Doch handelt es sich bei der Literatur, die Wolgadeutsche und andere deutsche Minderheitenangehörige im oder aus dem Russischen Reich und der Sowjetunion hervorbrachten und -bringen, tatsächlich um Literatur im schöngeistigen Wortsinn? Und wie ist eine solche wolga- oder allgemeiner russlanddeutsche Literatur zu definieren?
Im Sammelband, der auf eine Referentenfachtagung im März 2022 zurückgeht, werden weitgehend unbekannte Themen, Persönlichkeiten, kanonische Werke sowie Zeiträume und Existenzbedingungen eines scheinbar eigenständigen Literaturbetriebs vorgestellt. Die erfolgte Bestandsaufnahme möge der Literaturwissenschaft als Kompendium gereichen.
(Table of content)
Tatjana KohlerEinführungViktor KriegerEntstehung und gewaltsame Auflösung einer eigenständigen nationalen Minderheit: Der Fall WolgadeutscheAnnelore Engel-BraunschmidtFiktionalisierte Wirklichkeiten. Darstellungen deutscher Kolonisten an Wolga, nördlicher Schwarzmeerküste und auf der Krim in der Zeit vor dem Ersten WeltkriegRobert KornCarl Ferdinand von Wahlberg (1847-1920): Rückkehr zum UrsprungRobert KornDie Heimat im Herzen: Wolgadeutsche Autoren im ExilNina Paulsen»Sowjetdeutsche« Literatur der Nachkriegszeit: Zwischen dem »Großen Schweigen« und dem Ausgang in die historische HeimatJan PöhlkingDas Theater der deutschsprachigen Minderheit in der Sowjetunion: Zwischen Emanzipation und AbhängigkeitEdwin WarkentinVon »Der eigene Herd« bis »Die Kist' von der Wolga«: Inszenierungen wolgadeutscher Texte im Kontext der ZeitJulia Podelo und Tatjana KohlerHeimatvorstellungen in russlanddeutschen Texten oder: Auf dystopischen SpurenTatjana Kohler und Agnes Gossen-Giesbrecht»Wir haben viel erlebt und nun reichlich zu erzählen. Wichtig ist, dass unsere unverwechselbare Stimme auch gehört wird« - 25 Jahre Literaturkreis der Deutschen aus Russland e.V.



