Description
Die Arbeit untersucht die uneinheitliche Rechtslage der Veräußerungsgewinnbesteuerung im privaten Bereich; ein Teil der Veräußerungsgewinne wird stets und der andere Teil grundsätzlich nicht besteuert. Diesen Befund nimmt die Arbeit zum Anlass, den gesetzlichen Einkommensbegriff zu untersuchen und einen neuen Einkommensbegriff zu entwickeln. Die Arbeit schließt mit einem konkreten Reformvorschlag zur Veräußerungsgewinnbesteuerung im privaten Bereich. The thesis addresses the inconsistent taxation of private asset gains in Germany. While private capital gains are always subject to taxation, profits from disposals of private real estate and other private assets are generally tax-exempt. Further, according to the thesis, the exception of the general tax exemption is incompatible with the German Constitution. In conclusion, the thesis proposes a reform for a more consistent approach to the taxation of private asset gains. EinleitungReformbedarf und politisches Umfeld1. Einkommen im EStGFinanzwissenschaftliche Grundlagen des Einkommensbegriffs - Gesetzesentwicklung2. Verfassungsrechtliche Untersuchung der Veräußerungsgewinnbesteuerung im privaten BereichVerfassungsrechtlicher Maßstab - Belastungsgrundentscheidung und Umsetzung - Verfassungsmäßigkeit der Regelungen zum Steuergegenstand3. Überwindung der VerfassungswidrigkeitMaßstab der Reform - Einkommenstheoretische Grundlage der Belastungsgrundentscheidung - Pragmatischer Einkommensbegriff - Zusammenfassung des neueren Einkommensbegriffs - Verfassungsmäßigkeit des neueren Einkommensbegriffs4. Implementierung des pragmatischen Einkommensbegriffs - de lege ferendaIntegration in das bestehende EStG - Änderungsvorschlag des EinkommensteuergesetzesErgebnis Til Kopietz studied law with a specialization in tax law at Ruprecht-Karls-University of Heidelberg, graduating in 2021. He then pursued his doctorate at the Institute of Finance and Tax Law. After completing his doctoral thesis in 2023, he commenced his legal clerkship at the Higher Regional Court of Frankfurt am Main. »Die in der Arbeit gewonnen Erkenntnisse sind auch für den österreichischen Rechtsbereich sehr interessant und das Werk daher sehr zu empfehlen.« Prof. Dr. Sebastian Bergmann, in: Zeitschrift für Gesellschaftsrecht und angrenzendes Steuerrecht, 7/2024



