Description
Seit der Weimarer Republik wird die polizei- und später auch ordnungsrechtliche Generalklausel häufig als Rechtsgrundlage für ein staatliches Einschreiten gegen Künstler herangezogen. In Theorie und Praxis treffen hierbei die drei Kernbegriffe dieser Arbeit aufeinander: »Kunst« sowie die Schutzgüter der »öffentlichen Sicherheit« und »öffentlichen Ordnung«. In den Blick genommen wird hier sowohl die zeitgenössische Auslegung und Anwendung der drei Kernbegriffe als auch ihr jeweiliges Verhältnis zueinander. Neben den zeitgenössischen Ansichten aus Rechtsprechung und Literatur werden insbesondere Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Kunstgenres analysiert. »Art as a Danger to Public Safety and Public Order«: This thesis focuses on state intervention against art based on the general clause of both police and public order law since the Weimar era. Both the respective interpretations and applications of the key terms »art«, »public safety« and »public order« as well as their relationship to each other is considered. This thesis is based on the contemporary views from both case law and literature, as well as practical examples from different art genres. 1. GrundlagenEinführung in das Thema und die wesentlichen Begriffe - Forschungsstand und Ziel dieser Arbeit - Gang der Untersuchung2. Kunstfreiheit und die Schutzgüter der »öffentlichen Sicherheit« und »öffentlichen Ordnung« seit der Weimarer RepublikWeimarer Republik bis 1933 - Exkurs in die Zeit des Nationalsozialismus - Bundesrepublik Deutschland bis 1990 - Bundesrepublik Deutschland seit 19903. Ergebnisse und Ausblick Jana Helena Röttig (née Allgeier) studied law at the University of Münster and the University of Reims Champagne-Ardenne, France. She passed the first state examination in law in 2016. After completing her legal clerkship in the district of the Higher Regional Court of Düsseldorf in 2018, she worked as a legal trainee, initially at law firm Pinsent Masons and later at law firm Posser Spieth Wolfers & Partners, while pursuing her doctorate. Since July 2021, she has been a judge in the social judiciary of the state North Rhine-Westphalia. »Das Werk beschreibt akribisch die historische Entwicklung der diametralen Schnittmengen Kunst einerseits und öffentliche Sicherheit bzw. öffentliche Ordnung andererseits. Die komplizierte Suche nach den jeweils vorherrschenden zeitlichen Maßstäben ist gelungen. Wie zu zeigen war, kann die Konkurrenz gelegentlich widerstreitender Werte zu Kollisionen führen.« Dr. Dr. Frank Ebert, in: Thüringer Verwaltungsblätter, 2/2026



