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Mit 202d StGB hat der Gesetzgeber einen Straftatbestand geschaffen, der Kriterien für die Zuordnung von Daten voraussetzt, aber nicht definiert. Dem deutschen Recht fehlt ein einheitliches gesetzliches System zur Zuordnung von Daten. Die Untersuchung dieses Problemfeldes erfolgt anhand der Bestimmung des Rechtsguts der Datenhehlerei. Dabei zeigt sich, dass die Datenhehlerei eine Schutznorm für semantische Informationen darstellt, die als Daten gespeichert sind. »The Legally Protected Interest of the Offence 'handling stolen data' - Investigations into Section 202d StGB«: The statutory offence of section 202d StGB ('handling stolen data') requires criteria for the legal attribution of data, but does not define them, as German law lacks a uniform legal system in this regard. This problem is examined by determining the legally protected interest (Rechtsgut) of section 202d StGB. It is shown that the handling of stolen data represents a statutory offence to protect semantic information stored as data. I. Grundlagen und Begriffsbestimmungen1. Überblick zur NormgeneseVorgeschichte - Normtext - Zu den Motiven der Gesetzgebung - Verfassungsbeschwerde2. RechtsgutDer Begriff des Rechtsguts - Methodik zur Bestimmung des Rechtsguts - Zusammenfassung: Hermeneutisch-methodischer (systemimmanenter) Rechtsgutsbegriff3. Anschlussdelikt4. Daten, Informationen und GeheimnisseComputer- und Datenstrafrecht - Der Begriff der Daten im StGB - Informationsbegriffe - Daten und Informationen in der Informatik - Schlussfolgerungen - Zur Zuordnung von Daten und Geheimnissen II. Der Rechtsgüterschutz der Datenhehlerei5. Rechtsgutsbezeichnungen in der Begründung des Gesetzentwurfs6. Formelles DatengeheimnisDas »formelle Datengeheimnis« bei 202a, 202b, 202c StGB - Schutz »vor einer Aufrechterhaltung und Vertiefung« der Verletzung: Perpetuierungstheorie - Formelles Datengeheimnis als Rechtsgut der Datenhehlerei?7. Allgemeine SicherheitsinteressenArgumente für und gegen die Gefährlichkeitstheorie bei 259 StGB - Situation bei 202d StGB - Konsequenzen8. Materielles DatengeheimnisZum Tatbestand des 202d Abs. 1 StGB - Weitergabe und Verbreitung semantischer Informationen als Unrecht - Zum Konzept materiellen Informationsschutzes durch das Anschlussdelikt - Ergebnis: Die Datenhehlerei als materielles Geheimnisschutzdelikt Niklas Kindhäuser studied law at Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, the University of Leeds (England) and Eberhard Karls University Tübingen, specialising in criminal law and the criminal justice system. He completed his legal training at Landgericht Hechingen. He works as a defence lawyer in all areas of commercial criminal law and criminal tax law at Feigen Graf Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB in Cologne.



