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Der Autor nimmt die divergente Auslegung des Prüfungsmaßstabs in Verfahren nach 47 Abs. 6 VwGO zum Anlass, die verfassungsrechtlichen Grenzen einer heterogenen Handhabung bundesgesetzlich geregelten Prozessrechts zu untersuchen. Dabei werden unter anderem der effektive Rechtsschutz, die prozessuale Waffengleichheit, die Widerspruchsfreiheit sowie die Rechtsanwendungsgleichheit thematisiert. Als Lösung entwickelt der Autor im Wege einer Gesamtanalogie ein Vorlageverfahren für Prozessnormen, die nicht Gegenstand eines für die Vereinheitlichung geeigneten Verfahrens sein können. »Procedural Homogeneity. A constitutional Analysis Using the Example of 47 (6) VwGO«: The author takes the divergent interpretation of the standard of review in proceedings pursuant to 47 (6) VwGO as an opportunity to analyse the constitutional limits of a heterogeneous handling of federal procedural law. The issues addressed include effective legal protection, procedural equality of arms, freedom from contradiction and equality in the application of the law. As a solution, an analogy is used to develop a preliminary procedure for procedural norms that cannot be the subject of a procedure suitable for standardisation. EinleitungHomogenität in der Rechtsanwendung - ein aktuelles Thema - Ziel der Untersuchung - Gang der Untersuchung - Zugrunde liegendes Verständnis von Einheit1. Homogene Anwendung prozessualer Bundesnormen am Beispiel des 47 VI VwGOGenerelle Vorstellung und Zweck der einstweiligen Anordnung - Feststellung der unterschiedlichen formellen Handhabe - Adaption der Obergerichte - Inhaltliche Betrachtung der Maßstäbe - materielle Heterogenität - Determination durch individuelle Maßstabsbildung - Tatsächliche Umsetzung der Gerichte - Exkurs: Wechselwirkung zwischen Prozessvorträgen und der Entscheidungsfindung - Zwischenergebnis und Folgen - Heterogene Anwendung prozessualer Bundesnormen als rechtsgebietsübergreifendes Phänomen - Stellungnahme zur bevorzugten Verfahrensweise2. Verfassungsrechtliche BetrachtungEinführung - Art. 3 I GG - Art. 19 IV GG - Effektiver Rechtsschutz - Rechtssicherheit, Art. 20 I, III GG - Art. 103 I GG - Rechtliches Gehör - Faires Verfahren und prozessuale Waffengleichheit - Widerspruchsfreiheit als begrenzte Rechtsanwendungsgleichheit - Einheitlichkeit durch das Primat der Bundesgerichte, Art. 95 GG - Homogenität als Aufgabe des GesetzgebersSchlussKommentierung zum VorlageverfahrenNormzweck - Vorlagegegenstand - Vorlagesituation - Verfahrensregelungen - Vorlagepflicht und Rechtsfolge bei NichtvorlageZusammenfassung in Thesen Alexander Frammersberger studied law at the University of Regensburg and Passau, where he passed the First State Examination in Law in 2021. He then worked as a research assistant at the Chair of Public Law, European Law and Information Technology Law under Professor Dr Meinhard Schröder. In 2024, he received his doctorate in law from the University of Passau. Dr. Frammersberger then began his legal clerkship in the district of the Higher Regional Court of Munich.



