Description
Die Arbeit widmet sich dem Spannungsfeld zwischen Transparenz und Vertraulichkeit bei Verbraucherstreitigkeiten. Der Vergleich von Gerichtsverfahren und dem Verfahren vor Verbraucherschlichtungsstellen zeigt, dass bei der eigentlichen Rechtsanwendung de lege lata Publizitätsdefizite bestehen. Andererseits bietet das Verfahrensrecht aber auch keine optimalen Rahmenbedingen, um die Vorteile von Vertraulichkeit für eine einvernehmliche Beendigung der Verbraucherstreitigkeit nutzbar zu machen. »Transparency Versus Confidentiality. An Area of Conflict in Consumer Disputes in Court and Consumer Arbitration Boards«: This study is dedicated to the contrast between transparency and confidentiality in consumer disputes. Comparing courts and consumer arbitration boards, the study comes to the conclusion that there are currently still considerable publicity deficits in the application of the law. On the other hand, the procedural law for both venues de lege lata does not offer optimal framework conditions for harnessing the advantages of confidentiality for an amicable end to consumer disputes either. 1. GrundlagenEinführung - Zielsetzung und Gegenstand - Begriffsbestimmungen - Gang der Darstellung2. Der Interessenkonflikt zwischen Transparenz und Vertraulichkeit bei VerbraucherstreitigkeitenTransparenzinteressen - Vertraulichkeitsinteressen - Das Verhältnis zwischen der Interessenlage und den Funktionen des Verfahrensrechts3. Verfassungs- und europarechtliche DimensionVerbraucherstreitigkeiten vor staatlichen Gerichten - Verbraucherstreitigkeiten vor AS-Stellen4. Konfliktfelder zwischen Transparenz und Vertraulichkeit im deutschen Zivilprozess- und AS-VerfahrensrechtÖffentlichkeit versus Nichtöffentlichkeit des Verfahrens - Parteiöffentlichkeit versus Binnenvertraulichkeit - Externe Aktentransparenz versus Schutz berechtigter Geheimhaltungsinteressen - Instrumentalisierungsmöglichkeit offengelegter Informationen - Zwischenergebnis: Polarität der Funktionen von Transparenz und Vertraulichkeit5. Optimierungsbedarf und Optimierungsmöglichkeiten de lege ferendaVerbraucherstreitigkeiten vor staatlichen Gerichten - Verbraucherstreitigkeiten vor AS-Stellen6. ZusammenfassungDer Interessenkonflikt zwischen Transparenz und Vertraulichkeit bei Verbraucherstreitigkeiten - Verfassungs- und europarechtliche Dimension - Konfliktfelder zwischen Transparenz und Vertraulichkeit im deutschen Zivilprozess- und AS-Verfahrensrecht - De lege ferenda: Optimierungsbedarf und -möglichkeiten im Umgang mit Transparenz und Vertraulichkeit bei VerbraucherstreitigkeitenLiteratur- und Sachwortverzeichnis Michael Bieber studied law at the University of Regensburg from 2012 until 2016. He then completed his legal clerkship at the Higher Regional Court of Nuremberg and passed the Second Legal Examination in 2018. In 2019, he began his service as a judge in the Bavarian judiciary at the Regional Court of Regensburg. In 2021, he was seconded to the Bavarian State Ministry of Justice, where he has since worked in the press department and the minister's office.



