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Die Arbeit untersucht zuerst das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) und dann das Verhältnis zum Digital Services Act (DSA), der einen ähnlichen Ansatz verfolgt und ebenfalls die Meldung eines Straftatverdachts unter gewissen Voraussetzungen vorsieht. Auch wenn das NetzDG teils überlagert wird, konkretisiert es auch die Vorgaben aus Art. 18 DSA. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass erst durch Verknüpfung von deutschem und europäischem Recht eine effektive Strafrechtsdurchsetzung gelingt. »Criminal Law Enforcement in the Digital Space. From the German Network Enforcement Act (NetzDG) to the European Digital Services Act (DSA)«: The paper first examines the Network Enforcement Act (NetzDG) and then the relationship to the Digital Services Act (DSA), which follows a similar approach and also provides for the reporting of suspected criminal offences under certain conditions. Even if the NetzDG is partly overlaid, it also clarifies and specifies the requirements set up in Art. 18 DSA. The study comes to the conclusion that only by linking German and European law can effective criminal law enforcement be achieved. Einleitung und Gang der Untersuchung1. NetzDG und DSA im ÜberblickFunktionsweise und Charakter des NetzDG in Gegenüberstellung zum DSA - Gesetzeszweck des NetzDG und Fortentwicklung durch den DSA - Höherrangiges Recht2. Strafrechtliche Auswertung des NetzDG und des DASVereinbarkeit der Strafnormen aus 1 III NetzDG mit dem Telos des NetzDG - Für die Meldung nach 3a II Nr. 3 NetzDG relevante Straftaten - Für die Meldung nach Art. 18 DSA relevante Inhalte - Ausblick: Zukünftige Rolle strafrechtlicher Meldepflichten in 3a NetzDG - Zwischenergebnis3. Das NetzDG und der DSA im Kontext der StrafverfolgungProzessuale Vorgaben in Art. 18 DASA- Überblick: Die Akteure des NetzDG - Grundrechtssensible Strafermittlung in sozialen Netzwerken - Die Meldepflicht bei bestimmten Inhalten, 3a NetzDG - Praktische Herausforderungen für den Justizapparat und das Polizeiwesen - Zwischenergebnis4. Strafanwendungsrecht und weitere ZuständigkeitsfragenDie Allzuständigkeit des AG Bonn bei Vorabentscheidungen im Bußgeldverfahren - 5, 7 OWiG i.V.m. 4 III NetzDG für die Ordnungswidrigkeiten im Rahmen des NetzDG - 3 ff. StGB für die in 1 III NetzDG genannten StrafnormenEndergebnis und AusblickAnhangLiteraturverzeichnis, Verzeichnis über zitierte Internetadressen, Stichwortverzeichnis Marlene Einfeldt studied law at the Christian-Albrechts-University in Kiel (and during an ERASMUS stay also at Aarhus Universitet in Denmark). After her First State Examination at the end of 2017, she became a research assistant at the Chair of Criminal Law, Criminal Procedure Law and Economic Criminal Law of Prof. Dr. Andreas Hoyer. In the course of her doctoral studies she wrote - with two interruptions for parental leave with her children - the present dissertation. Since February 2023, Marlene Einfeldt is in her legal clerkship at the Schleswig-Holstein Higher Regional Court.



