Description
(Short description)
Der Gesetzlichkeitsgrundsatz bietet auch heute noch Anlass zu Diskussionen. Unter Zugrundelegung eines Straftatkonzepts, dass zwischen Verhaltensnormen und Sanktionsnormen sauber unterscheidet, werden die inhaltlichen Anforderungen, die der Gesetzlichkeitsgrundsatz an seine Adressaten stellt, klar herausgearbeitet. Im Anschluss wird das Ergebnis auf Strafgesetze und Rechtskonstrukte angewandt, die im Hinblick auf den Gesetzlichkeitsgrundsatz als problematisch angesehen werden.
(Text)
Die Arbeit befasst sich mit dem nunmehr seit Jahrhunderten existierenden Gesetzlichkeitsgrundsatz. Der Umgang mit dem Gesetzlichkeitsgrundsatz und seinen Ausprägungen gibt immer wieder Anlass zur Diskussion. Beispielsweise steht neben der Wahlfeststellung und den Blankettstrafgesetzen die gesetzliche Bestimmtheit von Strafgesetzen nur allzu oft auf dem Prüfstand. Der Schlüssel zu einem belastbaren Ergebnis liegt in der konkreten Herausarbeitung der inhaltlichen Anforderungen, die der Gesetzlichkeitsgrundsatz tatsächlich mit sich zieht. Unter Zugrundelegung eines Straftatkonzepts, das zwischen den relevanten Normebenen sauber trennt, wird dem nachgegangen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der kritischen Begutachtung der in diesem Zusammenhang oftmals überakzentuierten »verhaltensleitenden Funktion« von Strafgesetzen. Im Anschluss widmet sich die Arbeit Strafgesetzen und Rechtskonstrukten, die im Hinblick auf den Gesetzlichkeitsgrundsatz als problematisch angesehen werden.
(Table of content)
A. Einführung in die Problematik und Gang der Arbeit
B. Rechtsstaatliches Strafen - Verfassungsrechtliche Anforderungen
Grund und Zweck von Schuldspruch und Strafe - Die Ebene der Verhaltensnormen - Die Ebene der Sanktionsnormen
C. Der Gesetzlichkeitsgrundsatz
Sinn und Zweck des Gesetzlichkeitsgrundsatzes - Zur verfassungsrechtlichen Herleitung - Zu den Ausprägungen des Gesetzlichkeitsgrundsatzes
D. Vermeintliche und tatsächliche Verstöße gegen den Gesetzlichkeitsgrundsatz
Fahrlässigkeitsdelikte - Begehungsgleiche (sog. »unechte«) Unterlassungsdelikte - Untreue - Wahlfeststellung - Blankettstrafgesetze und gesetzliche Bestimmung der Strafbarkeit
E. Gesamtergebnis
F. Fazit und Ausblick
Literatur- und Stichwortverzeichnis
(Author portrait)
Janis Krahl studied law at the Philipps University of Marburg from 2015 to 2020. During his studies he worked for several years at the chair of Prof. Dr. Dr. h.c. dupl. Georg Freund as a student assistant. From October 2020 to November 2022, he was a research assistant at the Dean's Office of the Faculty of Law, where he was responsible for organizing the criminal law part of the university revision course. Since November 2022 he has been doing legal clerkship in the district of the Higher Regional Court in Frankfurt am Main. He completed his doctorate in February 2023.



