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In jüngerer Zeit prägten Massenschadensfälle die rechtspolitische Diskussion in Deutschland. Der Gesetzgeber reagierte mit Einführung der Musterfeststellungsklage und der EU-Verbandsklage. Es steht zu erwarten, dass es auch in Deutschland in Zukunft vermehrt zu Kollektivvergleichen kommen wird. Die Arbeit unternimmt es, rechtsvergleichend zu den USA und den Niederlanden die Gefahren von Vergleichen in Massenverfahren und mögliche Lösungswege aufzuzeigen. »Risks Associated with Settlements in Mass Proceedings«: Recently, there has been an uptick in mass damage cases. In response, a collective action aimed at achieving a binding determination of common facts, along with an EU representative collective action were amended. Consequently, it is anticipated that there will be an increase in collective settlements. This dissertation aims to outline the risks associated with settlements in mass proceedings and explore potential solutions by comparing the legal frameworks in the USA and the Netherlands. 1 Einführung 2 Nachteile von Vergleichen im IndividualprozessBeeinträchtigung öffentlicher Interessen durch Vergleiche - Beeinträchtigung subjektiver Interessen - Vergleichszwänge - Vergleichsdruck durch die Beteiligten 3 Grundlagen der Kollektivverfahrensarten und deren BeteiligteUSA - Niederlande - EU-Verbandsklage - Deutschland 4 Prinzipal-Agenten-Probleme in KollektivverfahrenEinführung in die Prinzipal-Agenten-Theorie - Informationsasymmetrien bei Vergleichen in Kollektivverfahren - Interessengegensätze basierend auf der Vergütung - Gefahren durch fehlende Unabhängigkeit der Repräsentanten von Dritten 5 Bekämpfung von Prinzipal-Agenten-ProblemenAktives Vergleichsmanagement durch das Gericht - Angemessenheitsprüfung durch das Gericht - Möglichkeiten der Nichtteilnahme am Vergleich 6 Zusammfassende Betrachtung der Prinzipal-Agenten-KonflikteUSA - Niederlande - EU-Verbandsklage - Deutschland 7 Schlussfolgerungen und AusblickOptimale Repräsentationsstruktur zur Vermeidung von Interessenskonflikten bei Vergleichen - Urteile als vorzugswürdige Beendigung von KollektivverfahrenLiteratur- und Stichwortverzeichnis David Quack studied law at the Ludwig Maximilian University in Munich. After a semester abroad at the Universidade Nova de Lisboa in 2015, he passed his First State Law Examination in July 2018. He then wrote his dissertation under the supervision of Professor Dr. Wolfgang Hau, Professorship for Civil Law and German, International and Comparative Civil Procedure Law, at Ludwig Maximilian University in Munich. David Quack was awarded his doctorate in August 2022. In May 2023, he successfully passed the Second State Law Examination and has been working as a lawyer in Munich since October 2023.



