Description
(Short description)
Die gesetzliche Struktur für Rabattverträge im ambulanten verschreibungspflichtigen Arzneimittelsektor führt zu marktanalogen Entscheidungssituationen. Wie sich die unterschiedlichen Möglichkeiten von Rabattvereinbarungen insbesondere auf das Wettbewerbsrecht auswirken, wird in dieser Arbeit analysiert. Die Autorin geht hierbei davon aus, dass die Einführung wettbewerblicher Elemente zu einer wettbewerblichen Marktstruktur führen kann und damit die Regelungsstruktur verändert.
(Text)
Der ambulante verschreibungspflichtige Arzneimittelsektor weist eine besondere Marktstruktur auf. Das Versicherungssystem, der Arzneimittelauswahlprozess und die Nutzung eines Leistungskataloges im gesetzlichen Krankenversicherungssystem lenken das Nachfrageverhalten auf besondere Weise und führen zu nicht preisinduzierten Entscheidungsprozessen. Vor diesem Hintergrund lassen sich Rabattvereinbarungsmöglichkeiten als Versuch verstehen, die pharmazeutischen Unternehmen insbesondere dazu anzureizen, trotz der besonderen Marktstruktur einen angemessenen Preis festzusetzen. Der Regulierungsansatz für die Rabattverträge berücksichtigt hierbei marktanaloge Entscheidungssituationen. Wie sich die Möglichkeiten von Rabattvereinbarungen insbesondere auf das Wettbewerbsrecht auswirken, wird in dieser Arbeit analysiert. Die Autorin geht hierbei davon aus, dass die Einführung wettbewerblicher Elemente zu einer wettbewerblichen Marktstruktur führen kann und damit die Regelungsstruktur verändert.
(Table of content)
A. EinleitungB. Konzeptioneller Trennungsansatz von Hoheitlichkeit und PrivatautonomieGemeinwohlbindung - Grundrechtsbindung - Berücksichtigung horizontaler und vertikaler Interdependenzen - Anwendung von Wettbewerbsvorschriften - Wissenskumulation vs. einzelnes Wissen und Kosten der Steuerung - Dichte der Verhaltensregeln - Konzeptionelle Trennung als PfadabhängigkeitC. AnreizstrukturenKoordination auf unregulierten Märkten - Preisfindung - Preisbildung als Teil einer Regulierungsstrategie - Anreizstrukturen auf dem ArzneimittelpreisbildungsmarktD. Regelungsstrukturen im ArzneimittelsektorSteuerungsinstrumente der Angebotsstruktur - Preisbildungsrelevante Reformen und Tendenzen auf dem ArzneimittelmarktE. Verhältnis des gesetzten Wettbewerbs zum einfachen RechtVergaberecht - KartellrechtF. Zusammenfassung und AusblickLiteratur- und Sachwortverzeichnis
(Text)
»Market Elements as a Part of the Regulation of Pharmaceutical Prices. Market by Means of Rebate Contracts«: The legal structure for rebate contracts in the pharmaceutical sector is oriented towards market-analogous decision-making situations and creates regulatory competition. The author analyzes how the different options for rebate contracts affect competition law in particular and assumes that the introduction of competitive elements can lead to a competitive market structure, thus changing the regulatory structure.



