Description
(Short description)
Noch immer lässt die Schnittstelle zwischen Schieds- und staatlichen Gerichtsverfahren in der EU die Entstehung von Parallelverfahren zu. Die Arbeit analysiert dieses Problem und schlägt zur Lösung den Erlass einer Verordnung auf Grundlage des UNCITRAL Modellgesetzes vor. Dabei werden neben den Kompetenzen der EU in diesem Bereich die für das Problem zentralen Regelungsbereiche im Kontext des Modellgesetzes erörtert und im Rahmen eines Rechtsvergleichs einzelner Mitgliedstaaten analysiert.
(Text)
Nach der Überarbeitung der EuGVVO ist die Schnittstelle zwischen Schieds- und staatlichen Gerichtsverfahren in der EU trotz umfassender Diskussionen noch immer nicht zufriedenstellend geregelt. Insbesondere verbleibt die Möglichkeit der Entstehung von Parallelverfahren zwischen den beiden Spruchkörpern. Diesem Problem nähert sich die vorliegende Arbeit, indem zunächst die gegenwärtige Rechtslage analysiert und darauf aufbauend der Versuch unternommen wird, einen eigenständigen Lösungsansatz auf Grundlage des UNCITRAL Modellgesetzes zu entwickeln. Im Zuge dessen werden neben den primärrechtlichen Kompetenzen der EU im Bereich der Schiedsgerichtsbarkeit vordergründig die für das Problem zentralen Regelungsbereiche im Kontext des Modellgesetzes erörtert. Aus dem sich anschließenden Rechtsanwendungsvergleich der Mitgliedstaaten Irland, Deutschland und Frankreich folgt eine Relevanz der Arbeit auch für Praktiker. Abschließend wird ein Rechtsakt der EU vorgeschlagen und begründet.
(Table of content)
A. EinleitungB. Der Ausschluss der Schiedsgerichtsbarkeit vom Anwendungsbereich der EuGVVOC. Die Rechtsetzungskompetenz der EU im Bereich der SchiedsgerichtsbarkeitD. Parallelverfahren - relevante Regelungsbereiche und multilateraler RahmenE. Das UNCITRAL Modellgesetz als Grundlage eines Rechtsaktes der EU?F. Die Rezeption des Modellgesetzes in den Mitgliedstaaten der EUG. Rechtsanwendungsvergleich der Mitgliedstaaten Irland, Deutschland und FrankreichH. Lösungsvorschlag zur Vermeidung von Parallelverfahren in der EUI. Ergebnis und AusblickLiteratur- und Sachwortverzeichnis
(Text)
»The UNCITRAL Model Law in the EU. Harmonization of the Law of Arbitration against the Background of Art. 1(2)(d) Brussels Ia-Regulation?«The interface between arbitration and state court proceedings in the EU still allows the emergence of parallel proceedings. The dissertation analyzes this problem and proposes the enactment of a regulation based on the UNCITRAL Model Law as a solution. In addition to the competences of the EU in this area, the regulatory areas central to the problem are discussed in the context of the Model Law, followed by a comparative analysis of the application of the law in Ireland, Germany and France.
(Author portrait)
Stephan Klebes studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Mannheim (LL.B. Unternehmensjurist, 2013; erstes Staatsexamen, 2016) und Kapstadt (LL.M., 2017). Die vorliegende Arbeit erstellte er anschließend im Rahmen seiner Promotion an der Universität Osnabrück bei Prof. Dr. Mary-Rose McGuire (2017 bis 2020). Im Jahr 2020 schloss er zudem sein Rechtsreferendariat beim Oberlandesgericht Celle ab. Seit 2021 arbeitet er als Rechtsanwalt in Hamburg.



