Description
Der strafrechtliche Inhalt des Urheberrechts ergibt sich erst aus den zivilrechtlichen Vorgaben des Urheberrechtsgesetzes. Eine solche Akzessorietät erfährt wegen des Bestimmtheitsgrundsatzes eine verfassungsrechtliche Notwendigkeit. Gleichzeitig stößt sie aber auch an Grenzen, wie bei der nachträglichen Genehmigung. Der Autor nimmt eine Systematisierung dieser Grenzen vor, indem er allgemeingültige Merkmale einer Akzessorietät herausarbeitet und diese seiner Analyse zugrunde legt. »The Civil Law Accessoriness of Criminal Copyright Law and its Limits«
The content of criminal copyright law is based on the civil law specifications. This is described by the term civil law accessoriness. Due of the principle of determination, civil law accessoriness also has a constitutional necessity. At the same time, however, there is a need for a certain independence of the criminal law in general - the subsequent approval is just one exemple. This work systematizes these and other cases by identifying four characteristics on which the author bases his analysis. Einleitung
1. Das Strafrecht innerhalb des Urheberrechts:
Die Vorschriften des Urheberstrafrechts - Das Verhältnis des Urheberstrafrechts zum Urheberzivilrecht
2. Das Prinzip der Urheberzivilrechtsakzessorietät: Herleitung und Einordnung der Urheberzivilrechtsakzessorietät - Urheberzivilrechtsakzessorietät im Vergleich - Urheberzivilrechtsakzessorietät im Spannungsfeld der Blankett-Gesetzgebung - Strafrecht zwischen allgemeiner Akzessorietät und Relativität der Rechtsbegriffe
3. Anwendung der Urheberzivilrechtsakzessorietät - Merkmale einer streng angewandten Urheberzivilrechtsakzessorietät: Die Genehmigung im Spannungsfeld der Zivilrechtsakzessorietät - Die fehlende Fahrlässigkeitsstrafbarkeit vor dem Hintergrund der Zivilrechtsakzessorietät - Das strafrechtliche Analogieverbot als nur scheinbares Problem der Zivilrechtsakzessorietät?
4. Anwendung der Urheberzivilrechtsakzessorietät - Spezielle Grenzen in den einzelnen Straftatbeständen: Inhalt und Grenzen der Zivilrechtsakzessorietät in 106 UrhG - Inhalt und Grenzen der Zivilrechtsakzessorietät in 107 UrhG - Inhalt und Grenzen der Zivilrechtsakzessorietät in 108 UrhG - Inhalt und Grenzen der Zivilrechtsakzessorietät in 108a UrhG - Inhalt und Grenzen der Zivilrechtsakzessorietät in 108b UrhG
Zusammenfassung
Literatur- und Stichwortverzeichnis Sebastian Schulze-Bühler studied law at the University of Tübingen with a special focus on competition law, antitrust law and copyright law. After his first state examination in June 2018, he wrote his PhD thesis. During this time, he worked as a research assistant at the Chair for Criminal Law, Criminal Procedure and Copyright Law of Prof. Dr. Bernd Heinrich in Tübingen. At the same time, he worked for an international law firm in Stuttgart in the field of competition law. In June 2020, he received his doctorate at the University of Tübingen on a criminal copyright law topic. »Als Fazit kann festgehalten werden, dass Schulze-Bühler mit dieser lesenswerten Arbeit sein Ziel, den Topos der Zivilrechtsakzessorietät des Urheberstrafrechts zu konkretisieren und dadurch mit Inhalt zu erfüllen, vollauf erreicht hat.« Prof. Dr. Detlev Sternberg-Lieben, in: Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht, 5/2021



