Gräfin Gessler vor Gericht. : Eine mikrohistorische Studie über Gewalt, Geschlecht und Gutsherrschaft im Königreich Preußen 1750. (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz. Forschungen)

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Gräfin Gessler vor Gericht. : Eine mikrohistorische Studie über Gewalt, Geschlecht und Gutsherrschaft im Königreich Preußen 1750. (Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz. Forschungen)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783428152346

Description

Gräfin von Gessler schlug 1750 im Königreich Preußen eine Magd so grausam, dass diese starb. Vor Gericht rechtfertigte die Gutsherrin ihre Praktiken und wurde zum Tod verurteilt. Die mikrohistorische Studie rekonstruiert den 'Fall' und ordnet ihn in Diskurse um Geschlecht, Gutsherrschaft und Gewalt ein. Wie funktionierte "Herrschaft vor Ort" - wann, wo und warum wurde sie dysfunktional? Im Spannungsfeld von Herrschaftsansprüchen und ihrer sozialen Akzeptanz wird Gewalthandeln - auch geschlechtergeschichtlich - analysiert. »Gender, Power and Microhistory«In her study, Köntgen unfolds a vibrant picture of violence and abuse of power executed by a female squire in 18th century, in one case leaving a servant dead. By applying a microhistorian approach to a vast amount of sources, the study reveals a stunning variety of physical abuse and emotional humiliation in Prussian 'Gutsherrschaft'. In baring an unknown range of social (dys-)functionalities at Prussian manors from a subaltern view, the study offers new readings of social and power dynamics. I. EinleitungII. Annäherung an Ort und Zeit: ein landeskundlicher und sozialgeschichtlicher AbrissIII. Die Gesslerschen Güter und der AdelshofPerkau und seine topographische Lage - Perkau und seine Bewohnerinnen und BewohnerIV. Das Setting im Jahr 1750 'Abwesenheitsnotizen': die räumliche Verortung Leopold Graf von Gesslers - Das soziale Umfeld Eleonora Gräfin von Gesslers - Die Bewirtschaftung und Jurisdiktion der GüterV. Der Tod Anna DeppinsUm sechs »nach der Perkauschen Stuben Uhr«: der Todestag in drei Erzählungen - 'De- Legitimations-Schritte' auf dem Weg zum Prozess - 'De-Legitimationsstrategien' im ProzessVI. Herrschaft, Geschlecht und Gewalt in der GutsherrschaftFreybrief und Fesseln: Erbuntertänigkeit - Pfefferkuchen und Peitsche: Untertanenhierarchien - Züchtigung - Untertanenbindung in der Gutsherrschaftspraxis: ein ZwischenfazitVII. Die Gesslersche Gutsherrschaft nach dem Gerichtsprozess gegen Eleonora Gräfin von Gessler: SchlussfolgerungenVIII. Quellen- und LiteraturverzeichnisUngedruckte Quellen aus dem Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA PK) zur Prozessakte - Ungedruckte Quellen außerhalb der Prozessakte - Gedruckte Quellen und LiteraturRegister der Orts- und Personennamen Sonja Köntgen studierte sowohl in Berlin als auch in London Neuere Geschichte und Germanistik. Nach dem ersten Staatsexamen und der Beendigung eines Zusatzstudienganges »Deutsch als Fremdsprache«, erhielt sie ein Promotionsstipendium. Sie lehrte an der Freien Universität Berlin und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und schloss 2014 die Arbeit an ihrer Dissertation ab, die sie im März 2015 mit summa cum laude verteidigte. Im Jahr 2016 erhielt Sonja Köntgen für ihre Studie den Hedwig-Hintze-Preis der Freien Universität Berlin. Inzwischen hat sie ihr zweites Staatsexamen zur Studienrätin absolviert und arbeitet an einer Berliner Schule.

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