Description
Eine Mitursache für (Gewalt-)Kriminalität liegt in dem impulsiven Verhalten überforderter und mitunter frustrierter Jugendlicher. Als Präventionsmodell wird ein Kurs der Kampfkunst Taijiquan untersucht. Im Gegensatz zu anderen Konzepten geht es nicht ums Auspowern oder Disziplinieren, sondern um innere Einkehr und Reflexion. Die kriminalpolitische Bewertung beruht auf einer kritischen Analyse von Kriminalität sowie Sicherheit und Prävention. Er wird als Gegenmodell zu bisheriger Präventionsarbeit diskutiert. »Crime Prevention in Deprived Areas«
One of the reasons for juvenile violence and delinquency is the impulsive behaviour and the overstraining and frustration of young people. One new method to prevent crime is the Taijiquan-class in Dietzenbach. Taijiquan means reflection and contemplation and is not aimed at disciplining like other projects. The evaluation combines analysis and rating, including a critical view on crime, prevention programs and the public dialogue about security. A. Einleitung
Fragestellung - Begriffsdefinitionen
B. Jugendkriminalität
Vorbemerkung: Probleme der statistischen Erhebung von Kriminalität - Jugendkriminalität im Allgemeinen - Gründe für jugendliche Delinquenz - (Jugend-)Kriminalität in Dietzenbach - Zwischenfazit
C. Prävention
Definition - Kriminalprävention in der Praxis - Kommunale Kriminalprävention - Kritik an Kriminalprävention - Überblick: Erkenntnisse der Präventionsforschung - Zwischenfazit
D. Sport als Kriminalprävention
Sport und Recht - Kampfsport und Recht - Kampfsport und Gewaltprävention - Zwischenfazit: Sport und Kriminalprävention
E. Taijiquan
Traditionelle Chinesische Medizin - Einleitung Taijiquan ( ) - Der Taijiquan-Kurs in Dietzenbach
F. Evaluation des Kurses
Vorüberlegungen zur Evaluation - Methodik I: Quantitative Untersuchung - Methodik II: Qualitative Untersuchung - Methodik III: Vorüberlegungen zur Aussagekraft der Ergebnisse - Quantitative Analyse - Qualitative Analyse - Zusammenfassung der Ergebnisse
G. Fazit
Ergebnisdiskussion - Reflexion der Methode - Abschließende Bewertung - Ausblick
Literaturverzeichnis
Personen- und Sachverzeichnis Jannik Rienhoff hat Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft in Marburg studiert und zu Kampfsport in der Kriminal- und Gewaltprävention an der Universität Gießen promoviert. Rienhoff ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg und der Universität Mainz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Strafrecht und im Sicherheitsrecht, vor allem bezogen auf Präventionsarbeit und Terrorismus. Hinzu kommt eine kritische Analyse aktueller Kriminal- und Rechtspolitik. Er hat zu verschiedenen Themen publiziert, z.B. zu Jugendkriminalität, zu sogenannten staatsgefährdenden Delikten und zu Antidiskriminierungsrechten, aber auch zu popkulturellen Themen wie Strafrecht im Film. "Eine umfangreiche, gut strukturierte und dabei auch lesenwerte Studie zur Präventionsarbeit im sozialen Brennpunkt." Dr. Oda Baldauf-Himmelmann, in: socialnet online 10.02.2017



