Description
Eine Zentralbank kann Verluste im Nichts auflösen, ebenso wie sie Geld aus dem Nichts schöpfen kann. Ihre finanziellen Kapazitäten sind unbegrenzt. Sie kann als Bad Bank fungieren und Finanzstabilität gewährleisten. Derzeit versucht die EZB, die Europäische Währungsunion durch Wertpapierkäufe und Verlustübernahmen finanziell zu stabilisieren. Eine Untersuchung der betroffenen Finanzpolitikbereiche und deren Verhältnisse zueinander zeigt, dass die EZB dabei die Grenzen ihres Mandats überschreitet. »The Interaction of Monetary Policy, Fiscal Policy, and Financial Stability Policy«
Recent developments showed that (only) the central bank can ensure financial stability. This calls for an assessment of the central bank's financial stability policy mandate. Since stabilizing the financial system will always imply the involvement of monetary and fiscal policy, an assessment of the central bank's financial stability mandate will always require an analysis of the interaction of monetary policy, fiscal policy, and financial stability policy. A. Einleitung
B. Voraussetzungen finanzwirtschaftlicher Ordnung
Freiheitsbegriff - Rechtsbegriff - Staat, Gemeinwohl und Repräsentation - Allgemeiner Politikbegriff - Wirtschaftsordnung - Finanzwirtschaftliche Ordnung und Finanzpolitik
C. Die Finanzpolitiken im Einzelnen
Die Grundlagen der Geldpolitik - Die Grundlagen der Fiskalpolitik - Die Grundlagen der Finanzstabilitätspolitik
D. Die finanzpolitischen Verhältnisse im Einzelnen
Das Verhältnis von Geldpolitik und Fiskalpolitik - Das Verhältnis von Geldpolitik und Finanzstabilitätspolitik - Das Verhältnis von Fiskalpolitik und Finanzstabilitätspolitik - Das Verhältnis von Geldpolitik, Fiskalpolitik und Finanzstabilitätspolitik
E. Seine Implikationen für das finanzstabilitätspolitische Mandat der Zentralbank am Beispiel der Eurorettungspolitik
Die Zentralbankbilanz als Endlager finanziell destabilisierender Verluste - Finanzstabilitätsverfassung mit Endlager - Endlagerung in der Europäischen Währungsunion - Die Finanzstabilitätsunion: Souveränitätsbedeutsame Finanzstabilitätshoheit als Integrationsmoment des Europäischen Bundesstaats?
F. Zusammenfassung und Ausblick
Literatur- und Sachwortverzeichnis Max Danzmann ist promovierter Ökonom und Rechtsanwalt. Er ist in einer internationalen Kanzlei in Frankfurt im Finanzbereich tätig. Er hat Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und München als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes studiert. Das Thema und die Konzeption seiner Dissertation hat er nach einem dreimonatigen Vorbereitungsdienst bei der Deutschen Bundesbank entwickelt. Den Anstoß hat die Eurorettungspolitik der Europäischen Zentralbank gegeben, nachdem er sich schon länger mit finanzwirtschaftlichen Fragen, insbesondere des Geldsystems, befasst hatte.



