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Description
(Short description)
"Aussagen, die jemand gegen sich gelten lassen muss", sind Festlegungen. Festlegungen und ihre Rolle in der sprachlichen Interaktion sind der Gegenstand dieser rechtlinguistischen Arbeit. Die Arbeit "Selbstbindung durch sprachliches Handeln" betrachtet zwei für Festlegungen prominente Orte - die Logik und das Recht. Zentrales Thema ist dabei die Idee des Festlegungsspeichers als Verlaufsprotokoll der sprachlichen Interaktion und die Möglichkeit der Anfechtung bei divergierenden Festlegungseinträgen.
(Text)
»Aussagen, die jemand gegen sich gelten lassen muss«, sind Festlegungen. Festlegungen und ihre Rolle in der sprachlichen Interaktion sind der Gegenstand dieser rechtlinguistischen Arbeit. Jan Lüsing betrachtet in der vorliegenden Publikation zwei für Festlegungen prominente Orte - die Logik und das Recht. Zentrales Thema ist dabei die Idee des Festlegungsspeichers als Verlaufsprotokoll der sprachlichen Interaktion und die Möglichkeit der Anfechtung bei divergierenden Festlegungseinträgen.
Der Autor zeigt auf, wie die linguistischen Einsichten und Methoden auch für das rechtsdogmatische Arbeiten produktiv werden können, indem er das Streiten über Tatsachen im Zivilprozess in das Format eines formalisierten Dialogsprachspielmodells überführt und einen präzise gefassten Begriff der geglückten sprachlichen Handlung entwickelt, der sich als rechtstheoretisches Werkzeug zur Abgrenzung von Fallgruppen missglückter Rechtsgeschäfte eignet.
(Table of content)
Einleitung
I. Der logische Zwang
Aspekte des logischen Schließens - Gegenstände von Festlegungen - Der logische Zwang
II. Festlegungsspeicher
Das Konzept der dialogischen Logik - Das Konzept der formalen Dialektik - Aufnahme der Konzepte in der Literatur
III. Aspekte sprachlicher Interaktion in Dialogmodellen
Der Streit über Tatsachen im Zivilprozess als Dialogmodell - Drei Aspekte sprachlicher Interaktion
IV. Sprachliches Handeln als Selbstbindung
Die interaktionskonstituierenden Prinzipien der Festlegung - Selbstbindung - Die Praxis privatrechtlicher Erklärungen: Ein Beispiel für explizite Korrekturregeln bei divergenten Buchführungen
Literaturverzeichnis
Namen- und Sachverzeichnis
(Author portrait)
Jan Lüsing, geboren 1972 in Karlsruhe, studierte Philosophie und Linguistik (Magister Artium) sowie Rechtswissenschaft (Staatsexamen / Diplom) in Gießen und Frankfurt am Main. In Linguistik promovierte Jan Lüsing bei Prof. Dr. Rainer Wimmer. In Rechtswissenschaft promovierte er bei Prof. Dr. Gunther Teubner. Von 2000-2003 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für deutsche Sprache an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätig. Von 2005-2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für ausländisches und internationales Privat- und Prozessrecht (Prof. Dr. Ulrich Magnus) der Universität Hamburg. Jan Lüsing ist praktizierender Rechtsanwalt für Internationales Seehandels- und Gesellschaftsrecht in Hamburg.