Kulturelle Leitfiguren - Figurationen und Refigurationen (Schriften zur Literaturwissenschaft (SLI))

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783428121359

Description

Schlagwörter: Ikonographie; Kanonisierung; Kulturelle Identität
Wie gelingt es gesellschaftlichen Gruppen, aber auch ganzen Nationen, ihre Identität zu konstituieren und über Jahrhunderte hinweg zu sichern? Wie werden kulturelle Leitfiguren etabliert und in bereits bestehende Kon-Figurationen des symbolischen Repertoires spezifischer Kulturen eingeschrieben? Welche Strategien steuern die vielfältigen Re-Figurationen, die sich im Lauf der Geschichte aus sich verändernden gesellschaftlichen Bedürfnissen ergeben?
In dem Sammelband wird versucht anhand von Beispielen aus unterschiedlichen westlichen Kulturen zu klären, auf welche Weise und mit welchen Zielsetzungen exemplarische Kulturträger wie Vergil, Dante, Shakespeare oder Beethoven, aber auch politische Akteure und zum Mythos stilisierte Figuren wie Karl der Große oder König Artus in Prozessen permanenter Kon- und Re-Figuration im Zuge der Herausbildung gesellschaftlicher Identität instrumentalisiert wurden. Hierbei zeigt sich, dass der Kanonisierung solcher Kulturträger eine grundlegende Rolle bei der kollektiven Selbstvergewisserung nicht erst in der Phase der Begründung und Konsolidierung von Nationalstaaten im 18. und 19. Jahrhundert zukam. Während es bis in die frühe Neuzeit ein die westlichen Kulturen übergreifendes universalistisches Repertoire von Leitfiguren gab, trat schon seit dem 16. Jahrhundert ein Bewusstsein für das partikulare künstlerische"Erbe"einzelner Kulturen in den Vordergrund kultureller Identitätsstiftung. Im Zeitalter der Globalisierung und Medialisierung gewinnt nunmehr die Frage nach dem Verhältnis zwischen Universalismus und Partikularismus bzw. nach den Konkurrenzverhältnissen zwischen den Kulturen neue Brisanz. Wie gelingt es gesellschaftlichen Gruppen, aber auch ganzen Nationen, ihre Identität zu konstituieren und über Jahrhunderte hinweg zu sichern? Wie werden kulturelle Leitfiguren etabliert und in bereits bestehende Kon-Figurationen des symbolischen Repertoires spezifischer Kulturen eingeschrieben? Welche Strategien steuern die vielfältigen Re-Figurationen, die sich im Lauf der Geschichte aus sich verändernden gesellschaftlichen Bedürfnissen ergeben?

In dem Sammelband wird versucht anhand von Beispielen aus unterschiedlichen westlichen Kulturen zu klären, auf welche Weise und mit welchen Zielsetzungen exemplarische Kulturträger wie Vergil, Dante, Shakespeare oder Beethoven, aber auch politische Akteure und zum Mythos stilisierte Figuren wie Karl der Große oder König Artus in Prozessen permanenter Kon- und Re-Figuration im Zuge der Herausbildung gesellschaftlicher Identität instrumentalisiert wurden. Hierbei zeigt sich, dass der Kanonisierung solcher Kulturträger eine grundlegende Rolle bei der kollektiven Selbstvergewisserung nicht erst in der Phase der Begründung und Konsolidierung von Nationalstaaten im 18. und 19. Jahrhundert zukam. Während es bis in die frühe Neuzeit ein die westlichen Kulturen übergreifendes universalistisches Repertoire von Leitfiguren gab, trat schon seit dem 16. Jahrhundert ein Bewusstsein für das partikulare künstlerische "Erbe" einzelner Kulturen in den Vordergrund kultureller Identitätsstiftung. Im Zeitalter der Globalisierung und Medialisierung gewinnt nunmehr die Frage nach dem Verhältnis zwischen Universalismus und Partikularismus bzw. nach den Konkurrenzverhältnissen zwischen den Kulturen neue Brisanz. Inhalt: B. Engler / I. Klaiber, Kulturelle Leitfiguren. Prozesse und Strategien ihrer Funktionalisierung - E. A. Schmidt, Metamorphosen der Vergil-Ikone in Antike und Gegenwart. Vom römischen Nationaldichter zum Vater des Abendlands und Machtstaatkritiker - P. Kuon, Petraras Selbstkanonisierung - D. Scholl, Montaigne als Repräsentant des Menschlich-Allzumenschlichen - U. Japp, Leid und Verklärung. Torquato Tasso als repräsentativer Dichter nach Goethe; mit Ausblicken auf Byron und Leopardi - W. G. Müller, Formen der Aneignung Shakespeares in der deutschen Literatur- und Kulturgeschichte - W. G. Schmidt, Des "heiligen" Ossian "geweihtes Andenken". Kulturpoetische Refiguration als Movens der Moderne - F. E. Pointner, Der Titan von der Insel der Pygmäen. Lord Byron als deutsche Ikone - J. O. Fichte, Epos, Empire, Gentleman. König Artus in Tennysons "Idylls of the King" - O. Scheiding, James Fenimore Cooper und Sir Walter Scott. Entwürfe nationaler Leitfiguren im Spiegel der amerikanischen Literaturkritik des 19. Jahrhunderts - J. Stievermann, Die Wandlung der traditionellen Exemplarik zum Konzept des Repräsentativen im Geschichtsdenken des 19. Jahrhunderts; eine transatlantische Betrachtung - I. Klaiber, Fanny Fern. Zur Konstruktion und Demontage einer "True Woman" - G. Leypoldt, Beethoven als Ikone der amerikanischen Spätromantik - N. Franz, Puskin. Ein Alles für die Russen, etwas für alle Russen, Russe für Alle - G. Ressel, Petar 11. Petrovic Njegos als historisch-politische und literarisch-kulturelle Leitfigur von Montenegro - N. Franz, Der polyvalente Peter. Vom Umgang mit Zar Peter I. von Russland - S. Welz, Vom Ikonoklasten zur Ikone. Rudyard Kipling und sein literarisches Werk - F.-R. Hausmann, Ist Dante wirklich "unser"? - C. Foucart, Georges Bernanos als Mahner und Visionär eines neuen Frankreich - K. Tebben, Versuch über Franziska zu Reventlow. Zum Verhältnis von Individuum und kultureller Leitfigur - S. Schreckenberg, Universaler Künstler, Popstar und umstrittener Versöhner: Federico García Lorca als kulturelle Ikone Spaniens im Jubiläumsjahr 1998 - T. Kühn, Kulturikone und Konsumgut Shakespeare. Das Beispiel des "New Globe Theatre" Bernd Engler, geb. 1954; Studium, Promotion und Habilitation an der Universität Freiburg i.Br.; seit 1992 Inhaber des Lehrstuhls für Amerikanische Literatur und Kultur an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

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