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Description
Warum konnte sich die Laborantin innerhalb von 90 Jahren zu einem "klassischen" Frauenberuf entwickeln, während der Anteil an Industrie-Chemikerinnen in dieser Zeitspanne auf lediglich vier Prozent stieg? Am Beispiel von neun Unternehmen und über fünf politische Systeme hinweg untersucht Anna Horstmann die Präsenz, Rollen und Karrieremodelle von Frauen in den Laboren der deutschen Chemieindustrie zwischen 1900 und 1990. Diese konnten sich vor allem dort etablieren, wo sie den Status und die Positionen männlicher Chemiker nicht gefährdeten. Bemerkenswert sind dabei die Vehemenz und Persistenz, mit denen der Ausschluss von Chemikerinnen durchgesetzt werden konnte. Ob Monarchie, Demokratie oder Diktatur - die Chemieindustrie blieb eine Männerbranche. Ob Monarchie, Demokratie oder Diktatur - die Chemieindustrie blieb eine Männerbranche. Warum konnte sich die Laborantin innerhalb von 90 Jahren zu einem "klassischen" Frauenberuf entwickeln, während der Anteil an Industrie-Chemikerinnen in dieser Zeitspanne auf lediglich vier Prozent stieg? Am Beispiel von neun Unternehmen und über fünf politische Systeme hinweg untersucht Anna Horstmann die Präsenz, Rollen und Karrieremodelle von Frauen in den Laboren der deutschen Chemieindustrie zwischen 1900 und 1990. Diese konnten sich vor allem dort etablieren, wo sie den Status und die Positionen männlicher Chemiker nicht gefährdeten. Bemerkenswert sind dabei die Vehemenz und Persistenz, mit denen der Ausschluss von Chemikerinnen durchgesetzt werden konnte. Ob Monarchie, Demokratie oder Diktatur - die Chemieindustrie blieb eine Männerbranche. Anna Horstmann ist Akademische Rätin auf Zeit an der Universität Bielefeld und forscht zur Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts mit besonderer Berücksichtigung der Themen Arbeit und Krieg aus geschlechterhistorischer Perspektive.



