Mitwirken in der Diktatur : Russischer Denkmalschutz und Denkmalpflege in den langen 1960er Jahren (Europäische Diktaturen und ihre Überwindung)

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Mitwirken in der Diktatur : Russischer Denkmalschutz und Denkmalpflege in den langen 1960er Jahren (Europäische Diktaturen und ihre Überwindung)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783412527624

Description

Wie aber sah ihr gesellschaftliches Engagement im Rahmen der sowjetischen Kulturpolitik konkret aus? Und wie gestaltete sich die Aneignung des vorrevolutionären Kulturerbes an einem Ort, der als Bastion altrussischer Frömmigkeit und als Keimzelle des sowjetischen Zwangsarbeitslagersystems (Gulag) Berühmtheit erlangte? In der vorliegenden Studie findet Katharina Schwinde Antworten auf die Frage, welche Herausforderungen sich dem kommunistischen Regime in Bezug auf den Denkmalschutz stellten. Über die Herausforderungen des Denkmalschutzes im sowjetischen Russland In der russischen Denkmalschutzorganisation engagierten sich weit über zehn Millionen Menschen. Ausgelöst durch die Großreformen der ausgehenden 1950er und beginnenden 1960er Jahre, die Abrisse von historischer Architektur zur Folge hatten, versuchten Denkmalschützer*innen - zunächst in Eigenregie und später im Rahmen der Freiwilligenorganisation zum Schutz von Geschichts- und Kulturdenkmälern - die Schicksale von Baudenkmälern ihrer Region mitzubestimmen. Wie aber sah ihr gesellschaftliches Engagement im Rahmen der sowjetischen Kulturpolitik konkret aus? Und wie gestaltete sich die Aneignung des vorrevolutionären Kulturerbes an einem Ort, der als Bastion altrussischer Frömmigkeit und als Keimzelle des sowjetischen Zwangsarbeitslagersystems (Gulag) Berühmtheit erlangte? Jörg Ganzenmüller war von 2014 bis 2025 Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg und ist seit 2025 Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung sowie Inhaber der Professur für Totalitarismusforschung an der TU Dresden. Seine Forschungsschwerpunkte sind u. a. die Geschichte des Nationalsozialismus, der SED-Diktatur und des deutschen Vereinigungsprozesses sowie die Erinnerung an Diktatur und Krieg im Europa des 20. Jahrhunderts. Prof. Dr. Anke John lehrt Geschichtsdidaktik an der Universität Jena.