Description
Alles über ein unterschätztes Element
Die Luft teilen wir mit allen Menschen, mit Pflanzen und Tieren. Alle Landlebewesen an Land atmen Luft. Und was die einen einatmen, atmen die anderen aus - und umgekehrt. Aber diese Zusammenhänge mussten zunächst entdeckt, erforscht und eingeordnet werden. Dieses Buch erzählt erstmals die Entdeckungsgeschichte der Luft - von der Antike bis zur Gegenwart, von den Launen der Wettergötter bis zur globalen Erwärmung.
Die Luft umgibt uns mit großer Selbstverständlichkeit. In der Antike verstand man ihre Bewegungen als Gemütszustände der Windgottheiten, und lange Zeit war sie Gegenstand philosophischer Betrachtungen. Erst in der frühen Neuzeit beginnt die experimentelle Erforschung dieses Elements. Alchemisten erdachten neue Konzepte, zum Beispiel den Gasbegriff. Mit Schweinsblasen, die sonst für die Produktion von Mettwürsten genutzt wurden, sammelte man Luftarten, die bei Experimenten entstanden. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Luft hatte begonnen.
Ihre gründliche Erforschung im 20. Jahrhundert ermöglichte schließlich eine Fülle an Erfindungen vom Flugzeug bis zur Leuchtreklame und zum Kunstdünger. Bis heute sind die Entdeckungen der Luftforschung nicht abgeschlossen, denn nicht nur Stoffe werden durch die Luft ausgetauscht, sondern auch Informationen. Was man hört, was man riecht, was man sieht, wird durch die Luft übertragen und vermittelt.
Jens Soentgen studierte an der Goethe-Universität in Frankfurt Chemie, Politik und Philosophie und wurde an der Technischen Universität Darmstadt in Philosophie promoviert mit einer Arbeit über den Stoff-Begriff. Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg, seit 2016 Adjunct Professor für Philosophie an der Memorial University of Newfoundland in St. John's. Seine Bücher "Selbstdenken! " (illustriert von Nadia Budde) und "Von den Sternen bis zum Tau" (illustriert von Vitali Konstantinov) waren 2004 bzw. 2011 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Für "Wie man mit dem Feuer philosophiert" erhielten er und Konstantinov 2016 die Auszeichnung Wissensbuch des Jahres der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft".



