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Description
Verwandtschaft und verwandtschaftliche Einheit gelten in der Adelsforschung als entscheidende Ressource, mit der die Adelsfamilien Europas - nicht zuletzt im Alten Reich - ihre Positionen zu behaupten und auszubauen strebten. Neben konnubialen Allianzen, interner Loyalisierung und Hierarchisierung dienten demnach insbesondere die in hohe Ränge aufgestiegenen Kleriker der Sicherung ihrer sozialen Chancen. Anhand des Beispiels der Taunus-Reichsritterfamilie von Kronberg und ihres herausragenden Vertreters Johann Schweikard von Kronberg (1553-1626) - dem Mainzer Kurerzbischof des Konfessionellen Zeitalters - wird jene Annahme kritisch hinterfragt. Hierzu werden die Mechanismen, Methoden und Instrumente der Einheitsproduktion, die Strukturierung des dynastischen Netzwerks und seiner Verbindungen zu anderen Adelsdynastien, die Position der jeweiligen Senioren, der übrigen Kronberger und der angeheirateten Familien zueinander sowie insbesondere die Stellung des 'exzellenten' Verwandten Johann Schweikard in diesem Geflecht analysiert. Zentral erscheinen dabei Fragen nach dem Grad der Loyalisierung der Angehörigen, der Loyalisierungsfähigkeit der Senioren sowie nach dem Spannungsfeld zwischen individuellem Eigensinn und kollektivem Einigkeitsgebot, das alle adeligen Familien der Mittelrheins sowohl intern als auch untereinander beschäftigte.



