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Description
Es handelt sich um eine politische Biografie von Lily Braun, geborene von Kretschmann. Sie wurde als Tochter eines Generals in Halberstadt geboren, stammte aus dem Adel und war eine herausragende Persönlichkeit. Militärische Disziplin, Strenge, Königstreue, der unumstößliche Glaube und die Stellung der Frau in der Adelsgesellschaft entsprachen jedoch nicht ihrer Lebensvorstellung. Durch das schriftliche Erbe ihrer Großmutter - die eine uneheliche Tochter von Jérôme Bonaparte war und bei Wolfgang von Goethe in Weimar ein und aus ging - wurde sie zur Schriftstellerin. Als Sozialdemokratin und Mutter setzte sie sich insbesondere für die Vereinbarkeit von Mutterschaft sowie Erwerbstätigkeit ein und wollte die Hauswirtschaft für die Frauen revolutionieren. Sie war mit Mitbegründerin des Mutterschutzbundes, um die Stellung der Frau als Mutter in rechtlicher, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht zu verbessern. Das soziale Elend war ihrer Meinung nach vor allem eine Folge von mangelnder Sexualaufklärung, falschen Moralvorstellungen und der Unterdrückung von Frauen. Dies führte zu vielen ungewollten Schwangerschaften, lebensgefährlichen illegalen Abtreibungspraktiken, Verzweiflungstaten lediger Mütter und zunehmender "Armutsprostitution". Aufgrund ihrer Herkunft war sie der bürgerlichen Frauenbewegung in Deutschland nicht bürgerlich genug, da sie als zu radikal galt. Für die proletarische Frauenbewegung war sie wiederum zu bürgerlich. So kam es zu innerparteilichem Zwist. Ismene Lindmeier-Jasch studierte Literatur- und Geschichtswissenschaften, u. a. bei Dieter Gutzen und Peter Brandt. Sie publiziert ihre Abschlussarbeit zur Magistra Artium zum herausragendsten Bürger der ehemaligen Reichsstadt Reutlingen mit dem Thema "Friedrich List und seine erste Petition: Die Sulzer Adresse im historischen Kontext". Es folgt ihre Dissertation im Jahr 2019 mit dem Thema "Friedrich List (1789-1846). Eine politische Biografie". Seitdem veröffentlicht die Autorin jährlich ein bis zwei politische Biografien im historischen Kontext, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert angesiedelt sind. Die Autorin besitzt eine Homepage www.lindmeier-jasch.de und ist auf Facebook aktiv. Darüber hinaus ist sie als Beisitzende im Geschichtsverein tätig und engagiert sich als Umweltmentorin.



