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Description
Wie verlaufen kontroverse Auseinandersetzungen auf Social Media - und wann führen sie zu Verständigung? Die Arbeit untersucht erstmals systematisch, wie Nutzer:innen in öffentlichen Online-Diskussionen mit kontroversen Themen im Kontext von potenziellem Antisemitismus umgehen. Die Studie zeigt typische kommunikative Muster auf und unterscheidet zwischen kooperativen und konfrontativen Formen der Auseinandersetzung. Damit liefert sie neue Einblicke in digitale Streitkultur und eine Grundlage für konstruktivere Online-Kommunikation. Kontroverse Diskussionen auf Social Media gehören zum Alltag - doch wie genau entstehen sie, wie verlaufen sie und warum eskalieren manche, während andere zu Verständigung führen? Diese Arbeit geht diesen Fragen anhand realer Online-Kommentare auf Plattformen wie Instagram und Facebook nach.Im Zentrum steht die Analyse von konkreten Interaktionen zwischen Nutzer:innen, die sich fremd sind und unterschiedliche, teils antisemitische Positionen vertreten. Die Studie zeigt, dass solche Online-Kontroversen nach wiederkehrenden Mustern ablaufen. Zugleich bietet sie praktische Anknüpfungspunkte, um Online-Diskussionen konstruktiver zu gestalten oder Internetphänomene wie Dog Whistles, Trolling oder Derailing frühzeitig zu erkennen.Das Buch richtet sich an alle, die die Dynamiken von potenziell antisemitischen Online-Kontroversen in den sozialen Medien besser verstehen möchten. Danksagung0 Einleitung 1. (Online-)Interaktionen im Kontext von "-ismen", Hass und Streit1.1 Forschungsstand 1.2 Ziel und Vorgehen der Arbeit 2 Zur Untersuchbarkeit digitaler Interaktionen 2.1 Methodologie 2.2 Daten, die auf die Nerven gehen 2.3 Kollektion und Fallanalysen 3 "Kontroverse Auseinandersetzungen in (potenziell antisemitischen) Kommentarbereichen sozialer Medien" als kommunikative Gattung 3.1 Außenstruktur 3.2 Binnenstruktur 4 Jobs, Mittel und Formen der kommunikativen Gattung "kontroverse Auseinandersetzungen in potenziell antisemitischen Kommentarbereichen sozialer Medien" 4.1 Job "Dissensherstellung" 4.2 Job "Das Miteinander koordinieren" 4.3 Jobs "Quaestio- und Positionspflege" 4.4 Job "Auflösen" 5 Einordnung der Ergebnisse 5.1 Methodische Herausforderungen 5.2 Ausblick Zusammenfassung Literaturverzeichnis Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Justine Kohl hat Soziologie und Linguistik mit dem Schwerpunkt "Sprache und Kommunikation" an der Universität Bielefeld studiert.



