Das Zeitalter der Erschöpfung : Die Überforderung des Menschen durch die Moderne (1. Auflage)

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Das Zeitalter der Erschöpfung : Die Überforderung des Menschen durch die Moderne (1. Auflage)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783351035471

Description

Erschöpfung hat Konjunktur. Wir sind Opfer einer maßlosen Leistungskultur. Doch wo liegen die Ursprünge dieser Krise? Hat nicht schon Nietzsche am erschöpften Europäer gezweifelt und uns den Chinesen als Vorbild empfohlen? Nach langjähriger Vorarbeit erzählt Wolfgang Martynkewicz ein fesselndes Stück Zeit- und Sittengeschichte, das von beunruhigender Aktualität ist. Denn es geht um unsere Lebensweise, um Ernährung, Gesundheit und Krankheit, um Körper und Seele - es geht um den suchenden Menschen in der Moderne.

Die Schattenseite der Moderne

Um 1900 entsteht ein neues Leitbild: die vitale Persönlichkeit. Es ist der Anfang einer radikalen Mobilmachung, welche die ganze Gesellschaft erfasst. Rilke unterzieht sich einer Kräftigungstherapie: gymnastische Übungen, kalte Bäder, Waldlauf; sogar Holzhacken steht auf dem Programm. Auch Kafka sieht sich unter Zugzwang. In der Naturheilanstalt "Jungborn" klettert er auf Bäume, pflückt Kirschen und nimmt - zu seinem Entsetzen - nackt auf einer Wiese Luftbäder. Thomas Mann bekämpft derweil seine Trägheit im Züricher Sanatorium Bircher-Benner. Und selbst Bismarck, der ein "großartiger Fresser und Säufer" (Kafka) war, versucht es zur Abwechslung mal mit Obst und frischer Luft. Doch sosehr man die Gifte und Reize der Zivilisation abzuwehren sucht, der Mensch ist dem neuen Leben nicht gewachsen. Das Gespenst der Erschöpfung geht um, Untergangsbilder kursieren, Europa scheint am Ende. Unter den Neurotikern, Nervösen, Magenkranken und Depressiven wächst die Sehnsucht nach Erlösung und neuer Kraft, nach Seelenführern, Gesundheitsaposteln, Trainern und Ernährungsberatern. Auch für sie schlägt um 1900 die Stunde. Auf der Grundlage zahlreicher, teilweise bislang unbekannter Dokumente entwirft Wolfgang Martynkewicz ein provokantes Epochenbild, das Einblick in die Innenwelt einer von Überforderung und Erschöpfung geprägten Moderne gibt.

Wolfgang Martynkewicz, geboren 1955, ist freier Autor und Dozent für Literaturwissenschaft; zahlreiche Veröffentlichungen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und zur Geschichte der Psychoanalyse, u. a. über Jane Austen, Edgar Allan Poe, Arno Schmidt, Sabina Spielrein, C. G. Jung und Georg Groddeck. Mit seiner Abhandlung »Salon Deutschland. Kunst und Macht 1900-1945« gelang ihm ein viel beachteteter Erfolg bei Presse und Publikum. Zuletzt erschienen seine Bücher »1920. Am Nullpunkt des Sinns« und »Das Café der trunkenen Philosophen. Wie Hannah Arendt, Adorno & Co. das Denken revolutionierten«.

Außerdem sind von ihm lieferbar: »Tanz auf dem Pulverfass. Gottfried Benn, die Frauen und die Macht« und »Das Zeitalter der Erschöpfung. Die Überforderung des Menschen durch die Moderne«.

»Martynkewicz weist - unterhaltsam - anhand vieler Beispiele, vieler biografischer Skizzen und zugleich wissenschaftlich fundiert nach, dass (...) die Moderne ein "ungeliebtes Projekt" war.« Eva Prase Freie Presse 20140117

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