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- > 20th century (1914-1955/49)
Description
Vor Ende des Augsburger Reichstags erlässt Kaiser Karl V. das Augsburger Interim, mit dem er den evangelischen Reichsständen den alten Glauben aufzwingen will. Während einzelne Widerstand leisten, sehen sich die meisten zur Annahme genötigt. Gegenüber der Reichsstadt Konstanz, die sich weigert, das Interim anzunehmen, zeigt sich der Kaiser unversöhnlich: Anfang August lässt er die Stadt angreifen. Obwohl der Ansturm abgewehrt werden kann, ist die Mehrheit der Bürger wegen der grossen Verluste entmutigt.In der Eidgenossenschaft herrscht über die Unterstützung der Konstanzer sowie über die Schwurformel des Bundeseids Uneinigkeit. Dies steigert die Furcht der evangelischen Orte vor einem Angriff Kaiser Karls. Heinrich Bullinger setzt sich in dieser Zeit für die vielen evangelischen Flüchtlinge aus Süddeutschland ein, die vor dem Interim in die Eidgenossenschaft fliehen. Der Zürcher Reformator Heinrich Bullinger (1504-1575), Nachfolger Huldrych Zwinglis, gehört zu den bedeutenden historischen Persönlichkeiten des 16. Jahrhunderts. Durch seine breitgefächerte schriftstellerische Tätigkeit übte er grossen Einfluss aus und hat vielerorts zur Durchführung oder Konsolidierung der Reformation beigetragen. David Mache, Jahrgang 1986, ist Mitarbeiter bei der Heinrich-Bullinger-Briefwechsel-Edition am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte der Universität Zürich. Paul Achim Neuendorf, Dr. phil., Jahrgang 1987, ist Mitarbeiter bei der Heinrich-Bullinger-Briefwechsel-Edition am Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte der Universität Zürich.
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