Description
(Text)
Das grammatische Morphem Ye gehört zu den auffälligsten Erscheinungen der Texte der chinesischen Klassik. Die Häufigkeit seines Vorkommens und die Vielfalt der Konstruktionen, in der es realisiert sein kann, bereiten bei der grammatischen Beschreibung der Sprache und bei deren didaktischen Vermittlung grosse Schwierigkeiten. Die vorliegende Arbeit liefert den Nachweis, dass die Setzung bzw. Nicht-Setzung von Ye in bisher unerkanntem Ausmass von syntaktischen Prozessen gesteuert wird. Dabei werden in kritischer Weise theoretische Ueberlegungen und Forschungsresultate der modernen linguistischen Diskussion nutzbar gemacht. Obwohl sich die Untersuchung im wesentlichen auf Material aus dem Menzius-Text beschränkt, sind deren Ergebnisse auch für die grammatische Erforschung anderer Texte dieser Periode sowie zur Vertiefung der Einsichten in den syntaktischen Bau der klassischen chinesischen Sprache von grundlegender Bedeutung.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Das grammatische Morphem YE im Nominalsatz - YE in Komplementsätzen - Das grammatische Morphem YE in Satzgefügen - Das grammatische Morphem YE in komplexen Nominalsätzen.
(Author portrait)
Der Autor: Robert H. Gassmann, 1946 in Lahore (Pakistan) geboren, studierte in Zürich Sinologie und Anglistik. 1979 Promotion zum Dr.phil. Seit 1975 arbeitet er als Assistent am Ostasiatischen Seminar der Universität Zürich in einem vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekt. Publikationen: J.F. Billeter/R.H. Gassmann: Praktische Einführung ins Chinesische, Zürich (1974).



