Full Description
Dieser Band bietet Einblicke in zentrale Texte des gelehrten Internationalen Privatrechts des 14. bis 17. Jahrhunderts in Original und Übersetzung. Die Wurzeln des modernen Internationalen Privatrechts liegen im späten Mittelalter. Besondere Bedeutung erlangten die kollisionsrechtlichen Arbeiten der norditalienischen Juristen Bartolus de Saxoferrato (1313-1357) und Baldus de Ubaldis (1327-1400), die ab dem 16. Jahrhundert in weiten Teilen Europas rezipiert wurden. In ihren Abhandlungen definierten sie die territoriale sowie personale Reichweite miteinander konkurrierender mittelalterlicher Stadtrechte (statuta) sowie Gewohnheitsrechte (consuetudines) nach Maßgabe der gesetzgeberischen iurisdictio.
Charles Dumoulin (1500-1566) und Bertrand d'Argentré (1519-1590) griffen die spätmittelalterlichen Erwägungen auf und übertrugen sie auf die kollisionsrechtlichen Herausforderungen ihrer Zeit in Bezug auf die Anwendbarkeit französischer Coutumes. Im 17. Jahrhundert waren es dann niederländische Autoren wie Paulus Voet (1619-1667), Ulrik Huber (1636-1694) und Johannes Voet (1647-1713), die sich nach dem westfälischen Frieden mit den Souveränitätsbestrebungen der niederländischen Provinzen konfrontiert sahen. Sie griffen die norditalienischen ebenso wie die französischen Lehren auf und entwickelten auf ihrer Grundlage ein neues Verständnis des Kollisionsrecht ausgehend vom Prinzip der comitas gentium.
Contents
I. Bartolus de Saxoferrato, Kommentar zu C. 1,1,1 / D. 1,3,32 pr.
II. Baldus de Ubaldis, Kommentar zu C. 1,1,1
III. Charles Dumoulin, Kommentar zu C. 1,1,1 / Consilium 53
IV. Bertrand d'Argentré, Kommentar zu Art. 218 (Des donationes) Coutume de Bretagne
V. Paulus Voet, Tractatus de statutis eorumque concursu
VI. Ulrik Huber, De conflictu legum / Van't gebruik der Friesche rechten in andere landen
VII. Johannes Voet, Commentarius ad pandectas: De statutis
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