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Full Description
Der berühmte Berliner Hof- und Domprediger und Oberkonsistorialrat August Friedrich Wilhelm Sack (1703-1786) war neben Spalding der maßgebliche Gründungsvater der Neologie. Seine in acht Lieferungen erschienene Schrift „Vertheidigter Glaube der Christen" stellte das entscheidende theologische Portalwerk der Epoche bereit. In dieser religionstheologischen Apologie plädierte Sack nachhaltig für religiöse Gedanken- und Gewissensfreiheit sowie für eine aus Selbstdenken zu erreichende Vergewisserung des christlichen Glaubens. Im Offenbarungsgedanken sah Sack nicht einen Widerspruch, sondern eine Ergänzung zu der - ihrerseits von Gott erleuchteten - natürlichen Vernunft; als das „Fernrohr der Vernunft" lasse sie die natürlichen religiösen Wahrheiten allererst deutlich erkennen. Den materialen Lehrbestand einschließlich der überkommenen Versöhnungs- und Trinitätslehre ließ Sack noch weithin unberührt, nur für die Erbsündenlehre bestritt er die Existenz einer zureichenden biblischen Begründung. Sack stand mit Gleim, Klopstock und Wieland in freundschaftlicher Verbindung, dazu unterhielt er intensive aufklärungstheoretische Korrespondenzen etwa mit dem Historiker Johannes Müller, mit den Zürcher Gelehrten Breitinger, Bodmer und Zimmermann sowie mit dem Engländer Kennicot. Selbst Papst Clemens XIV. äußerte sein Bedauern darüber, dass er aus Unkenntnis der deutschen Sprache die Schriften Sacks nicht zu lesen vermöge. Aufgrund ihrer initialen und auf Jahrzehnte hinaus anhaltenden Bedeutung gebührt Sacks Schrift „Vertheidigter Glaube der Christen", die auch Übersetzungen ins Holländische und Französische erfuhr, ein Stammplatz in der „Bibliothek der Neologie". Die in dieser Edition innerhalb der als Leittext gewählten ersten Auflage kritisch ausgewiesenen Änderungen der zweiten Auflage sind nicht zuletzt darin von hohem Interesse, dass sie eindrucksvoll und konkret aufweisen können, wie sich die am Fortschritt der neologischen Theoriearbeit orientierte theologische Selbstrevision des Autors aus dem Abstand von 20 Jahren vollzogen hat.
Contents
Vorwort
Einleitung
Editorische Hinweise und Siglen
Vertheidigter Glaube der Christen
I. Erstes Stück
Vorrede zu der neuen Ausgabe
Einleitung
Vorläufige Betrachtungen
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
II. Zweytes Stück
Erinnerung
Von dem göttlichen Ursprunge der heiligen Schrift
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
Fünfte Betrachtung
Sechste Betrachtung
III. Drittes Stück
Von Einwürfen wider die Göttlichkeit der Schrift und
christlichen Religion
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
Fünfte Betrachtung
Sechste Betrachtung
Siebende Betrachtung
IV. Viertes Stück
Von Gott
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
Fünfte Betrachtung
Sechste Betrachtung
Siebende Betrachtung
Achte Betrachtung
V. Fünftes Stück
Von dem Menschen
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
Fünfte Betrachtung
Sechste Betrachtung
Siebende Betrachtung
Achte Betrachtung
VI. Sechstes Stück
Von Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
Fünfte Betrachtung
Sechste Betrachtung
Siebende Betrachtung
Achte Betrachtung
VII. Siebendtes Stück
Vorbericht
Von Jesus Christus als göttlicher Erlöser der Menschen
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
Fünfte Betrachtung
Sechste Betrachtung
Siebendte Betrachtung
Achte Betrachtung
Neunte Betrachtung
Zehente Betrachtung
VIII. Achtes und letztes Stück
Erinnerung
Von dem göttlichen Beystande der Gnade
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
Von der Auferstehung der Todten
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
Von der Tauffe und dem Nachtmahle
Erste Betrachtung
Zweyte Betrachtung
Dritte Betrachtung
Vierte Betrachtung
Fünfte Betrachtung
Sechste Betrachtung
Erläuterungen
Register
Bibelstellen
Personen
Antike Autoren
Sachen



