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Full Description
Meike J. Röhrig untersucht die Ägyptenworte in Ez 29-32 unter literarhistorischen und religionsgeschichtlichen Gesichtspunkten.
Die literarhistorische Analyse verschränkt textkritische und literarkritische Beobachtungen miteinander. Sie resultiert in einem redaktionsgeschichtlichen Modell, das von frühesten Traditionsstücken aus dem 7.-6. Jahrhundert bis zu maßgeblichen Fortschreibungen in der hellenistischen Zeit reicht und bezieht dabei die Einbindung der sieben Texte in das Ezechielbuch mit ein.
Die mit der Literarkritik eng verknüpfte religionsgeschichtliche Analyse fokussiert vor allem auf ägyptische Einflüsse im Motivinventar der Ägyptenworte und berücksichtigt dabei in besonderer Weise Quellen der ägyptischen Spätzeit. Sie kann eine zunehmende Vertrautheit der Verfasser und Redaktoren mit genuin ägyptischen religiösen Vorstellungen und Traditionen plausibel machen. Neben dieser verstärkten „Ägyptisierung" der Ägyptenworte lässt sich auf den jüngeren Ebenen des Textes parallel noch eine andere Tendenz ausmachen: die zunehmende „Israelitisierung" Ägyptens, das immer mehr als Israel ähnliches, anderes Gegenüber JHWHs in den Blick genommen wird.
In methodischer Hinsicht zeigt die Arbeit das große theologische Potenzial auf, das nach wie vor in der diachronen Analyse auch dieses Textbereichs liegt, der in der jüngeren Vergangenheit fast ausschließlich „synchron" untersucht wurde, und betont die hohe Bedeutung der methodischen Verschränkung von Textkritik, Literarkritik und motivgeschichtlichen bzw. religionsgeschichtlichen Analyseschritten.
Contents
1 Die Ägyptenworte im Ezechielbuch - Einleitung
1.1 Problemanzeige und Ausgangsfrage
1.2 Verortung in der Forschungsgeschichte
1.3 Zum Vorgehen und Aufbau der vorliegenden Studie - zugleich eine Vorbemerkung zur Textkritik
2 Literarkritische und religionsgeschichtliche Analyse von Ez 29-32
2.1 „Synchrone" Annäherung an Ez 29-32
2.2 Ansatzpunkte für die diachrone Analyse
2.3 Die Einleitung zu den Ägyptenworten: Ez 29,1-16
2.4 Ein heimatloses Babelwort: Ez 29,17-21
2.5 Der Tag JHWHs kommt über Ägypten: Ez 30,1-19
2.6 Der zerbrochene Arm des Pharaos und JHWHs Ermächtigung Babels: Ez 30,20-26
2.7 Abgesang auf eine Zeder im Libanon: Ez 31
2.8 Der Drache, der ein Löwe wurde: Ez 32,1-16
2.9 Der letzte Gang des Pharaos: Ez 32,17-32
3 Redaktionsgeschichtliche Synthese der literarkritischen und religionsgeschichtlichen Analyse von Ez 29-32
3.1 Vorbemerkung zur Zusammenführung der literarkritischen und religionsgeschichtlichen Ergebnisse in der Redaktionsgeschichte
3.2 Ägypten als Chaosmacht am Rande des Großreichs: älteste Texte in Ez 29-32
3.3 Der Fall Jerusalems als kritischer Höhepunkt der ägyptisch-israelitischen Beziehungen: Ez 29,17-21 und die Theologie des Datierungssystems
3.4 Der Tag JHWHs kommt auch über Ägypten: Ez 30,1-19 als späte Ergänzung (und redaktionsgeschichtliche Einordnung von 32,11-14)
3.5 Die Einleitung zum Schluss: Ez 29,1-16
3.6 Die Vor- und Nachgeschichte des in Ez 29,1-16 entfalteten Ägyptenbildes
3.7 Späte punktuelle Bearbeitungen und Ergänzungen und die Ausläufer der Redaktionsgeschichte in der Textgeschichte
3.8 Graphische Darstellung der Schichtung
4 Zusammenfassung und Fazit
4.1 Die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung
4.2 Vom Rohrstab zum Krokodilgott - Die Entwicklung des Lokalkolorits
4.3 Von der Chaosmacht zum kleinen Königreich - Die historischen Hintergründe der Aussagen über den Pharao und Ägypten
4.4 Ägypten: Nicht immer das Fremde, aber bleibend das Andere - Ein Theologisches Fazit zu Ez 29-32



