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Full Description
Wie bedingen sich wettbewerbsbeschränkende Auswirkungen von hybriden Handelsplattformen und algorithmischer Kollusion gegenseitig? Bietet das klassische EU-Kartellrecht einen hinreichenden Schutz? Svenja Huemer zeigt anhand ihrer Analyse, wie Plattformen in ihrer Doppelrolle als Intermediär und Marktteilnehmer Effizienz schaffen, zugleich aber Informationsasymmetrien und Fehlanreize nutzen können. Sie arbeitet heraus, wie der Algorithmeneinsatz dies noch weiter verstärkt. Im Mittelpunkt stehen zwei Schadensszenarien: die Kombination plattform- und algorithmeninduzierter impliziter Kollusion sowie Market Tipping durch Daten- und Netzwerkeffekte. Die Schutzwirkung des EU-Kartellrechts de lege lata - mit Art. 101 AEUV und den diesen flankierenden Horizontalleitlinien, Vertikal-GVO und Vertikalleitlinien - erachtet die Autorin als unzureichend. Auch die Prüfung von außerhalb des Kartellrechts liegenden Compliance-Ansätzen sowie der neueren EU-Digital- und Datenregulierung ergibt nur einen unwesentlichen Mehrwert. Letztlich wird die Wiederbelebung des New Competition Tool als ausgewogener Ansatz identifiziert, um beiden Schadensszenarien zu begegnen. Die Autorin liefert mit ihrer Untersuchung einen klaren Bezugsrahmen für die Beurteilung von Wettbewerbsbeschränkungen im Kontext von Hybridplattformen und Algorithmeneinsatz. Sie ordnet Risiken ein, legt Schutzlücken offen und zeigt Wege zu einer technologieoffenen, praxisgerechten Modernisierung des EU-Kartellrechts, welche die wirtschaftlichen Erfordernisse unternehmerischen Handelns und den Schutz der Marktgegenseite in einen Ausgleich bringt.
Contents
Einführung
Teil 1: Hybride Wettbewerbsbeschränkungen bei hybriden Handelsplattformen
Kapitel 1: Begriff der hybriden Matching-Plattform
Kapitel 2: Hybride Plattformen vor dem Hintergrund der kartellrechtlichen Unterscheidung von horizontalen, vertikalen und hybriden Wettbewerbsbeschränkungen
Teil 2: Verhaltensabstimmung durch Kollusion autonomer Algorithmen
Kapitel 1: Informationen, Daten und Algorithmen vor dem Hintergrund kartellrechtlicher Problemstellungen
Kapitel 2: Schadenszenario der algorithmischen Kollusion gemäß Art. 101 AEUV
Teil 3: Wettbewerbsbeschränkungen bei Algorithmeneinsatz im Hybridplattformkontext
Kapitel 1: Lösungsansätze im Rahmen des Art. 101 AEUV bei Verknüpfung der Problemkreise
Kapitel 2: Lösungsansätze zur Schutzlückenschließung jenseits des Art. 101 AEUV
Reformvorschläge - Ergebnisse - Ausblick
Zusammenfassung in Thesen



