Full Description
Der sog. risikobasierte Ansatz bildet einen zentralen Baustein des sich seit gut einem Jahrzehnt entwickelnden Europäischen Digitalrechts (EDR). Dieser findet sowohl in der DS-GVO als auch in neueren Rechtsakten wie DSA und KI-VO Anwendung. Auch dort stellt die Hinwendung zur Risikoregulierung den Versuch dar, auf fundamental veränderte regulatorische Herausforderungen zu reagieren. Dennoch bleibt gerade im ausgesprochen heterogenen Rechtsrahmen des EDR an vielen Stellen unklar, was genau risikobasierte Regulierung eigentlich bedeuten soll. Dominik Klaus untersucht die (staats-)rechtlichen Herausforderungen risikobasierter Regulierung im Europäischen Digitalrecht vor dem Hintergrund und Ziel einer effektiven Digitalregulierung. Hieraus erarbeitet er Vorschläge zur Weiterentwicklung und Vereinfachung des Europäischen Digitalrechts, mit dem Ziel, durch erhöhte Transparenz und systematische Kohärenz die demokratische Legitimation zu stärken.
Contents
1. Teil: Einführung
§ 1 Künstliche Intelligenz „everywhere": Chatbots, Aktanten und das digitale Risiko
2. Teil: Risiko und Recht
§ 2 Begriffsgeschichte und ökonomische Betrachtung des Risikos - § 3 Risiko in der Soziologie - § 4 Risiko und Recht - Risiko im Recht
3. Teil: Grunddarstellung des risikobasierten Ansatzes
§ 5 Grunddarstellung des risikobasierten Ansatzes - § 6 Der risikobasierte Ansatz in der Medizinprodukteverordnung als Anwendungsbeispiel und Referenzmaßstab
4. Teil: Das digitale Risiko: Der risikobasierte Ansatz in DS-GVO, KI-VO und DSA
§ 7 Das digitale Risiko - § 8 Der risikobasierte Ansatz in der Datenschutz-Grundverordnung - § 9 Der risikobasierte Ansatz in der KI-Verordnung - § 10 Der risikobasierte Ansatz im Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act) - § 11 Gesamtbewertung des risikobasierten Ansatzes im Europäischen Digitalrecht in DS-GVO, KI-VO und DSA
5. Teil: Erfolgsaussichten risikobasierter Regulierung im Recht der Digitalisierung
§ 12 Schlussbetrachtung und Ausblick



