Full Description
In die Logistik völkerrechtlicher Verbrechen ist in vielen Fällen der Wirtschaftsstandort Deutschland eingebunden. Deutschland steht als Vertragsstaat des IStGH zudem an der Speerspitze des indirekten Vollzugs des Völkerstrafrechts auf Grundlage des Weltrechtsprinzips. Max Wrobel nimmt diese Umstände zum Anlass, für die deutsche Strafrechtslage die materiellen Haftungsvoraussetzungen einer Distanzbeteiligung von Geschäftsherren an Völkerstraftaten herauszuarbeiten. Hierfür betrachtet er die völkerrechtlich determinierte Dogmatik der Kernverbrechen aus der Perspektive des nationalen allgemeinen Wirtschaftsstrafrechts.
Contents
1. Kapitel: Einleitung
A. Anlässe der Untersuchung
B. Unternehmerische Komplizenschaft zu Gräueltaten in der neueren deutschen Globalwirtschaftsgeschichte
2. Kapitel: Aufbau- und ablauforganisatorische Grundlagen transnationalen Wirtschaftens anhand von Fallgruppen
A. Organisationsstrukturen multinationaler Unternehmen
B. Ablauforganisation und Zeitpunkt der Kenntniserlangung von der Haupttatförderung
C. Fallgruppen
D. Entscheidungserhebliche Tatsachen in der ausländischen Strafverfolgung zu parallelen Sachverhaltskonstellationen
3. Kapitel: Dogmatische Erfassung
A. Strafrechtliche Geschäftsherrenhaftung als Grundlage der Zurechnung zur Geschäftsleitung
B. Unternehmensbezogene Beihilfe zu Völkerstraftaten nach dem Akzessorietätsprinzip
C. Abgrenzung staatlicher und privater Verantwortungssphären - zur Bedeutung eigenständiger unternehmerischer Pflichten zur Erlangung von Sonderwissen
D. Ergebnisse der Untersuchung und Ausblick



