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Full Description
Ohne Zweifel spielt der Tübinger Theologe Jakob Andreae für die lutherische Konfessionsbildung eine tragende Rolle. Auf der Suche nach einem einheitlichen Bekenntnis beschäftigte er sich - überaus streitbar, zuweilen wohl auch unbelehrbar, und doch stets um Ausgleich bemüht - sein Leben lang mit der Frage nach der angemessenen Kommunikation der lutherischen Lehre. Durch die quantitative und qualitative Erschließung des großen Quellenschatzes, insbesondere der Korrespondenz Andreaes, legt Stefan Aderhold neue Erkenntnisse zu dessen Person und Mitwirkung an den konfessionsbildenden Prozessen offen und arbeitet die immense Bedeutung von dessen kommunikativ-dialogischer Theologie für die Beförderung der lutherischen Konkordie heraus. Auf diese Weise leistet er auch wichtigen Beitrag zu einer theologiegeschichtlichen Neubewertung Andreaes.
Contents
A. Einleitung
I. Explikation des Themas
II. Forschungsstand
III. Gliederung
B. Dimensionen der Konkordienbemühungen Andreaes
I. Biographische Aspekte: Leben und Werk Jakob Andreaes
II. Theologische Aspekte: Der Einfluss Erhard Schnepfs und Johannes Brenz'
III. Politische Aspekte: Andreae im Dienst der Fürsten
IV. Andreaes Briefwechsel: Quantitative Analyse und statistische Befunde
C. Andreaes Mitwirkung an konfessionsbildenden Prozessen
I. „Pfaffengezenck" - Andreaes Relativierung innerprotestantischer Differenzen (1556-1563)
I.1 Das Scheitern des Wormser Religionsgesprächs und der Frankfurter Rezess (1557/58)
I.2 Konkordienbemühungen mit Johannes Calvin
I.3 Bartholomäus Hagen und die Stuttgarter Synode (1559)
I.4 Der Bericht von der Einigkeit und Uneinigkeit (1560)
I.5 Verhandlungen mit Theodor Beza und Guillaume Farel: Die Reise zum Religionsgespräch in Poissy (1561)
I.6 Andreaes Vermittlung im Konflikt mit Victorinus Strigel (1562)
I.7 Andreaes Vermittlung im Konflikt zwischen Johannes Marbach und Hieronymus Zanchi (1563)
I.8 Zusammenfassung: Andreaes Verhältnisbestimmung von Frieden und Wahrheit
II. „Videtur totus mundus Zwinglianiζειν": Frontbildungen (1564-1572)
II.1 Der Bruch mit dem Calvinismus: Das Maulbronner Kolloquium (1564)
II.2 Das Scheitern der Frontbildung gegen die kurpfälzischen Theologen (1564)
II.3 Der erste Konkordienversuch (1568-1570): Die Unionsartikel
II.4 Der Zerbster Konvent und die Wittenberger Promotionsdisputationen (1570)
II.5 Anfeindungen und Resignation (1570-1572)
II.6 Zusammenfassung: Andreaes Doppelstrategie - demonstrative Einigkeit, größtmöglicher Konsens
III. „Auch jn Antithesi einig": Der zweite Konkordienversuch (1573-1577)
III.1 Religionspolitische Verschiebungen: Die Schwäbisch-Braunschweigische Koalition gegen Wittenberg (1572)
III.2 Sechs Predigten über die Spaltungen der Augsburger Konfessionsverwandten (1573)
III.3 Die Schwäbisch-Sächsische Konkordie und die Maulbronner Formel
III.4 Andreaes Abgrenzung gegenüber Reformierten (1574-1575)
III.5 Ein gesamtprotestantischer Einigungsversuch? (1575)
III.6 Die Entstehung des Torgischen Buchs (1576)
III.7 Die Entstehung der Konkordienformel im Kloster Berge (1577)
III.8 Zusammenfassung: Andreae - der Architekt der Konkordie
IV. „In warhafftiger Christlicher Einigkeit gesterckt": Sicherung des Bekenntnisses (1577-1590)
IV.1 Der Weg zum Konkordienbuch: Andreaes Bemühungen um Kurfürst Ludwig VI. von der Pfalz
IV.2 Zwischen den Fronten: Andreaes Vermittlungsbemühungen während der lutherischen Konfessionalisierung Kursachsens
IV.3 Ausblick: Der Streiter für die Wahrheit? Die letzten Lebensjahre
D. Résumé
I. Concordia et Confessio: Das Verhältnis von Bekenntnisbildung und Vermittlungswillen in seiner Einordnung
II. Andreaes Verhältnis zu anderen streng konfessionell-lutherischen Theologen: Theologische Nähe - politische Distanz
III. Kommunikationsorientierte Theologie und Frühorthodoxie



