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Full Description
Schweigen und Klagen, Vergänglichkeit und Hoffnung, Schuld und Gottes Nähe - mit diesen kontrastreichen und ambivalenten Erfahrungen umgehen zu können, ist die sinngebende und suchende Richtung des Gebetsprozesses in Psalm 39. Margarethe Kelm untersucht, inwiefern das komplexe Ineinander von Selbstreflexion und Klage als eine Form der Beziehungsarbeit mit Gott verstanden werden kann. Der Ertrag ihrer exegetischen und motivgeschichtlichen Untersuchungen leistet dabei nicht nur einen Beitrag zur alttestamentlichen Anthropologieforschung. Er zeigt auch, wie ein dynamisches und prozessuales Gebetsverständnis in lähmenden Leidenssituationen hilfreich, tröstend oder wegweisend sein kann. So wird Psalm 39 zu einem Angebot für Suchende, Zweifelnde und Schweigende - und für alle, die das Gespräch mit Gott nicht aufgeben wollen.
Contents
Vorwort
Kapitel 1: Einleitung
1. Thema
2. Forschungsüberblick
3. Fragestellung
4. Methodik und Aufbau
Kapitel 2: Text und Analyse von Ps 39
1. Übersetzung
2. Textkritische Bemerkungen
3. Strukturanalyse
4. Literarkritik
5. Form
6. Datierung
Kapitel 3: Klage als Prozess
1. Selbstreflexion
2. Die Klage in V. 8-11
3. Entwicklungslinien
4. Der Abschluss als unabgeschlossener Prozess
5. Fazit - Prozessuale Beziehungsarbeit
Kapitel 4: Krankheit
1. K. Seybolds Kategorisierung als „Krankheitspsalm"
2. Neuere Einsichten zum Krankheitsdiskurs
3. Fazit für Ps 39
Kapitel 5: Schweigen
1. Reden und Schweigen in den Psalmen
2. Die weisheitliche Tradition des Schweigens
3. Das Schweigevorhaben (V. 2)
4. Das ausgeführte Schweigen (V. 3)
5. Der Körper und das Schweigen (V. 4)
6. Das erneute oder neue Schweigen (V. 10)
7. Gottes Schweigen und Schauen (V. 13-14)
8. Fazit: Schweigen in den Psalmen und in Ps 39
Kapitel 6: Vergänglichkeit
1. Vergänglichkeit in Ps 39
2. Vergänglichkeit in Ps 73
Kapitel 7: Psalterexegese - Ps 39 in seinem Kontext
1. Die Überschriften
2. Schweigen
3. Vergänglichkeit
4. Schuld
5. Fazit
Kapitel 8: Schluss
1. Der Klageprozess in Ps 39
2. Schweigen und Vergänglichkeit in Ps 39 und in seiner Psalmengruppe
3. Theologischer Ertrag: Anthropologie und Gebet
Tabellenanhang



