Full Description
Die fortschreitende Ausdifferenzierung des Rechts entwickelt nicht nur in der Gesamtrechtsordnung, sondern auch innerhalb des Privatrechts erhebliche dogmatische Fliehkräfte. "Nebengebiete" emanzipieren sich immer stärker vom Kernfach. Die gemeinsamen gedanklichen Grundlagen drohen so aus dem Blick zu geraten, was nicht nur der Rechtsklarheit und Rechtssicherheit abträglich ist, sondern auch die innere Wertungskonsistenz der Rechtsordnung gefährdet. Die Beiträge dieses Bandes prüfen deshalb, ob und inwieweit solchen Entwicklungen durch einen Rückgriff auf allgemeines zivilrechtsdogmatisches Denken entgegengewirkt werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei zunächst das Arbeitsrecht und das Insolvenzrecht. Gefragt wird aber auch, welche Rolle zivilrechtsdogmatisches Denken im Verfassungsrecht, im Recht der Europäischen Union sowie bei der Auslegung der Europäischen Menschenrechtskonvention spielen könnte.
Contents
Markus Stoffels: Zivilrechtliche Dogmatik und Individualarbeitsrecht - Thomas Lobinger: Zivilrechtliche Dogmatik und kollektives Arbeitsrecht - Andreas Piekenbrock: Zivilrechtliche Dogmatik und Insolvenzrecht - Reinhard Gaier: Zivilrechtliche Dogmatik und Verfassungsrecht - Angelika Nußberger: Zivilrechtliche Dogmatik und Europäische Menschenrechtskonvention - Peter-Christian Müller-Graff: Zur Integrationskraft zivilrechtlicher Dogmatik im Querschnitt von Referenzgebieten



